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Dioxinalarm: Freilandeiern überschreiten Dioxin-Grenzwert um das Mehrfache

Brüssel / Gent / Antwerpen (aho) – Freilandeier können mit bedenklich hohen Mengen an Dioxinen belastet sein. Dies berichten belgische Wissenschaftler im Fachjournal „Talanta“. Sie hatten Eier aus privaten Freilandhaltungen in der Provinz Antwerpen untersucht und dabei Dioxinbelastungen von durchschnittlich 9.9 pg WHO-TEQ pro g Fett nachgewiesen. Eine von den Wissenschaftlern durchgeführte Risikoanalyse kommt zu dem Schluss, dass eine derartig hohe Belastung mit Dioxinen ganz deutlich zur Gesamtbelastung des Konsumenten mit Dioxinen beiträgt (1).

Die Information, dass Freilandeier deutlich höher mit Dioxinen belastet sind ist nicht neu (2). Es wird vermutet, dass die Freilandhennen beim Picken und Scharren im Freiland mit Dioxinen kontaminierte Bodenpartikel aufnehmen und dann im Fettanteil der Eier einlagern. Ebenso werden von den Freilandhennen gefressene Bodenwürmer als Dioxinquellen diskutiert. Die Europäische Kommission hatte deshalb die Übergangsfrist für erhöhte Dioxingehalte von Freilandeiern im April diesen Jahres verlängert. Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit stimmte der Verlängerung zu. Durch die Verordnung (EG) Nr. 2375/2001des Rates wird ab dem 1. Januar 2004 der Grenzwert für Dioxine in Eiern und Eiprodukten auf 3 pgWHO-TEQ/g Fett gesenkt. Der Kommission zufolge stellte sich jedoch heraus, dass es bisher nicht gelungen ist, die Dioxingehalte von Eiern aus alternativen Haltungsformen (Freilandhaltung und intensiver Auslaufhaltung) auf das niedrige Niveau von Käfigeiern zu verringern.

(1) Luc Pussemier, Luc Mohimont, André Huyghebaert and Leo Goeyens Enhanced levels of dioxins in eggs from free range hens; a fast evaluation approach Talanta, Volume 63, Issue 5, 8 August 2004, pp: 1273-1276

(2) Fürst, P., Handbuch Dioxine, Hrsg.: Michael Oehme, Spektrum-Verlag, ISBN 3-8274-0126-7, S. 246-249

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