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Sachsen: Erhöhte Dioxingehalte in Freilandeiern

Zittau / Hirschfelde (aho/lme) – In den Eiern zweier direkt vermarktender Freilandlegehennenbetriebe aus dem Landkreis Löbau-Zittau (Sachsen) wurden erhöhte Dioxingehalte festgestellt. Das teilte das Landratsamt in Zittau in der vergangen Woche der Presse mit. Bei einem der Betriebe wurden auch erhöhte Dioxingehalte im Geflügelfleisch nachgewiesen. Beiden Betrieben wurde der weitere Verkauf ihrer Produkte vom Landratsamt untersagt. Um welche Betriebe es sich handelt und wie hoch die Lebensmittel belastet waren, wollte das Landratsamt bisher den verunsicherten Verbrauchern nicht mitteilen. Gegenwärtig werden Bodenproben in einem Chemnitzer Ingenieurbüro untersucht, teilte gestern die Kreisverwaltung in Zittau mit, nachdem in den Futterproben keine erhöhten Dioxinmengen gefunden worden waren. Ergebnisse werden aber erst in einigen Wochen erwartet. Freilandhennen, die auf Dioxin-belasteten Flächen scharren und picken, nehmen neben dem Futter auch mit Dioxinen kontaminierte Bodenpartikel auf. Diese Dioxine werden dann in den Fettanteilen der Eier eingelagert und gelangen so zum Konsumenten.

Seit dem 1. Januar 2005 gilt für Eier aus Freilandhaltung der gleiche Höchstgehalt an Dioxin wie für Eier aus Käfighaltung, nämlich drei Picogramm Toxizitätsäquivalente Dioxine pro Gramm Eifett. Erhöht Dioxin-belastete Freilandeier sind im Sinne Artikel 1 Abs. 1 der Verordnung (EG) Nr. 466 / 2001 nicht verkehrsfähig.

Wie das Landratsamt weiter informiert, werden gegenwärtig weitere Geflügelbestände in der Region überprüft. Seit Mitte des Jahres läuft in Sachsen ein Sonderprogramm Dioxin, das verstärkte Kontrollen in Gebieten vorsieht, wo mögliche Altlasten vermutet werden. Das sind die Überschwemmungsgebiete entlang der Elbe, in der Umgebung von Müllverbrennungsanlagen und Sonderabfalldeponien. Alle diese Untersuchungen blieben bislang negativ.

In der Vergangenheit hatten immer wieder Meldungen über dioxinbelastete Freilandeier für Aufsehen und politische Kontroversen gesorgt.

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