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Verbraucherrisiko: Biogeflügel häufiger mit Campylobacter verseucht

London (aho/lme) – Bio-Geflügel aus britischen Supermärkten ist deutlich häufiger mit dem Erreger „Campylobacter“ infiziert als Geflügel, welches konventionell in der so genannten „Massentierhaltung“ produziert wurde. Dies berichtet der britische Fernsehsender ITV unter Berufung auf Wissenschaftler, die Bio – und konventionell aufgezogenes Geflügel aus Geschäften der Supermarktketten Tesco, Asda, Sainsbury’s und Morrisons („the big four“) untersucht hatten.

Die Untersucher wurden bei 89 Prozent des Bio-Geflügels und bei 70 Prozent des konventionell produzierten Geflügels fündig. 26 Prozent der gefundnen Erreger waren gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent.

Der Erreger Campylobacter kann beim Menschen schwerste Lebensmittelvergiftungen und das „Guillain Barre Syndrom“ hervorrufen. Letztgenannte Komplikation führt bei den Patienten zu schwersten neurologischen Komplikationen bis hin zu Querschnittslähmungen und Todesfällen.

Professor Martin Blaser, Vorstand der „New York Medical school“ sagte dem Sender, dass der Konsument begreifen müsse, dass Bio-Geflügel nicht keimfrei sei. Es müsse genau so hygienisch gehandhabt werden wie konventionelle Ware.

Der Sender zeigte auch Filmaufnahmen, die Tierschützer heimlich auf einem Bio-Geflügelhof gemacht hatten. Die Aufnahmen zeigen Bio – Hühner, die bei lebendigem Leib von Maden zerfressen wurden, von Ratten angefressene Tierkadaver und Tiere mit Ammoniakverätzungen an den Beinen. Der Bio – Betrieb belieferte die Supermarktkette Asda.

Die Supermarktkette Asda betonte in einer Stellungnahme zu den Fakten, dass man bei den Lieferanten auf die strikte Einhaltung von hohen Standards bezüglich Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und Hygiene lege. Deshalb nehme man solche Vorwürfe gegen welchen Zulieferer auch immer sehr Ernst.

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