FAO ruft zu “neuer Weltordnung der Landwirtschaft” auf
(lid) – Die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) ruft zu tiefgreifenden Reformen des globalen Agrarmarktes und zu einer massiven finanziellen Kraftanstrengung im Kampf gegen den Hunger auf.
Die Staatschefs sollten im nächsten Jahr bei einem Gipfeltreffen mit einer “neuen Weltordnung der Landwirtschaft” dafür sorgen, dass der Handel weltweit nicht nur frei, sondern auch fair ablaufe. Das verlangt FAO-Generaldirektor Jacques Diouf, wie der Agrarpressedienst AIZ einen Bericht der Agentur DPA zitiert. Zudem müssten sie auch sicherstellen, dass jährlich 30 Milliarden Dollar für den Kampf gegen den Hunger eingesetzt werden.
Die Milliarden sollten nach Dioufs Vorschlägen für eine erhöhte landwirtschaftliche Produktivität in Entwicklungsländern und für eine bessere Agrar-Infrastruktur ausgegeben werden. Agrarzuschüsse, Zölle und andere Handelsbarrieren verzerrten den internationalen Markt für Nahrungsmittel, kritisierte der FAO-Generaldirektor. Dies gelte es zu korrigieren. Bis 2050 müsse die weltweite Nahrungsmittelproduktion verdoppelt werden, um dann 9 Mrd. Menschen zu ernähren. In einer Botschaft an den künftigen US-Präsidenten Barack Obama hatte Diouf angeregt, dass die USA bei der Einberufung eines Gipfels die Führung übernehmen.
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