Lebensmittel - Markt - Ernhrung®
Lebensmittel - Markt - Ernhrung
  

powered by ...

Versteckter Hunger: Fast die Hälfte der Menschheit ist bedroht

Dresden (idw) – Bis zu drei Milliarden Menschen – fast die Hälfte der Menschheit
– leiden an Mangelernährung. Dieser „versteckte Hunger“, erklärte der
Stuttgarter Ernährungsmediziner Prof. Hans Konrad Biesalski am Wochenende
bei der Tagung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ)
in Dresden, sei ein mindestens ebenso großes Problem für die Menschheit
wie der sichtbare Hunger, an dem etwa eine Millarden Menschen leiden und
der durch dramatische Bilder von ausgemergelten Kindern mit aufgeblähtem
Bäuchen Schlagzeilen macht. Vom „versteckten Hunger“ – der mangelnden
Versorgung mit den lebenswichtigen Nährstoffen – seien nicht nur Menschen
in den Entwicklungsländern, sondern auch in den Industrienationen
betroffen. Die Folgen dieses Nährstoffmangels, betonte Prof. Biesalski in
Dresden, sind ebenso schwerwiegend wie die des sichtbaren Hungers – zu
wenig Kalorien in der Nahrung: Erhöhte Kindersterblichkeit,
Entwicklungsstörungen, Taubheit, und erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.
Da vor allem Kinder betroffen sind, so der Stuttgarter Wissenschaftler,
sei der „versteckte Hunger“ in Entwicklungsländern ein ebenso gravierendes
Hemmnis für ihre wirtschaftliche Entwicklung, wie Armut und
Kalorienmangel.

Bisherige Aktionen gegen den „versteckten Hunger“ haben nach Meinung des
Forschers bisher wenig Erfolg gezeigt, da sie die essentiellen Nährstoffe
oft nur kurzzeitig ersetzten, aber nicht den chronischen Mangel beheben.
Er forderte nachhaltige Programme, die vor Ort für nährstoffreiche
Nahrungsmittel sorgen. „Hier sind die unterschiedlichsten Ansätze gefragt,
zu denen auch die Gentechnologie gehört, da klassische Züchtungsverfahren
bisher keine Erfolge gezeigt haben, wenn es etwa darum geht, Reis- und
Hirsesorten mit hohem Gehalt an Mikronährstoffen herzustellen.“ Als
Beispiel nannte der Göttinger Agrarwirtschaftler Prof. Matin Qaim bei der
GDNÄ-Tagung den „Goldenen Reis“, gentechnisch hergestellter Reis, der mit
ß-Karotin angereichert ist, einer Vorstufe des lebenswichtigen Vitamin A.
Inzwischen reiche die Anreicherung im Reis aus, um die Menschen
vollständig zu versorgen. Vitamin A-Mangel trägt ganz wesentlich zum
versteckten Hunger in Asien bei. Hier könne „Goldener Reis“ als
Grundnahrungsmittel Abhilfe schaffen, zumal die Industrie inzwischen auch
auf Lizenzzahlungen auf ihre Patente verzichtet habe.
Bei der Tagung der GDNÄ in Dresden, die unter dem Titel „Herausforderung
Mensch – Energie, Ernährung, Gesundheit“ steht, debattieren 50 bekannte
Wissenschaftler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, darunter zwei
Nobelpreisträger, über Lösungen für wichtige Zukunftsprobleme. Die 1822
gegründete Gesellschaft, eine der ältesten wissenschaftlichen
Vereinigungen der Welt, hat als Zielsetzung den Dialog der Wissenschaft
mit der Gesellschaft.

Das vollständige Programm der GDNÄ-Tagung finden Sie hier im Internet
(pdf).

Reply to “Versteckter Hunger: Fast die Hälfte der Menschheit ist bedroht”

Suche



Datenschutzerklärung

Betrug und Täuschung in der Bio-Land- u. Lebensmittelwirtschaft
EHEC: Ein Erreger macht Karriere
Nitrat: Vom Schadstoff zum wichtigen Nährstoff
Mycobacterium avium paratuberculosis in Lebensmitteln
Qualität und Gesundheitswert von Bio-Produkten
Acrylamid: Nullrisiko deutlich gesenkt



Wissenschaftlerin: Nur reiche Länder können sich 'Bio' leisten - auf Kosten der Armen


Lebensmittelsicherheit


mycobakterien


Handlungsbedarf: Wissenschaftler weisen MAP in Rindfleisch nach

Derio (aho/lme) Wissenschaftlern von Baskischen Institut für Landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung 'Neiker-Tecnalia' im spanischen Derio ist es gelungen, den Erreger der Paratuberkulose 'Mycobacterium avium paratuberculosis' (MAP) in der Muskulatur von Rindern und Kühen zum Zeitpunkt der Schlachtung nachzuweisen.
Weitere Informationen hier.






Vegetarier: weiblich, jung, überdurchschnittlich gebildet, lebt in Großstadt.



aho_Grosstiere

aho_Kleintiere & Pferde

Lebensmittel Markt Ernährung