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Krebsrisiko: Wissenschaftler fordern Begrenzung von Omega-3-Fettsäuren

East Lansing (lme) – Fischöl mit den darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren werden häufig in den Medien kritiklos als „gesund“ präsentiert und als Pillen, Kaseln oder Zusatzstoff in Lebensmitteln gewinnbringend an den Kunden gebracht. An diesem Positiv-Image lassen jetzt Untersuchungen von Wissenschaftlern der Michigan State University erhebliche Zweifel aufkommen. Wie die Wissenschaftler im Fachjournal „Cancer Research“ berichten, entwickelten Mäuse, die in höheren Dosierungen mit Fischöl über das Futter behandelt wurden, bereits nach vier Wochen eine Colitis und Dickdarmkrebs. Dabei steigerten schon mittlere Dosierungen die Schwere und Aggressivität der Krebserkrankung. Offensichtlich war das Immunsystem der Mäuse unter dem Einfluss des Fischöls nicht in der Lage, Krebs-auslösende Bakterien abzuwehren.
Die Wissenschaftler fordern deshalb, die Zufuhr diese Zusatzstoffes beim Menschen vorsorglich zu begrenzen. Die Wissenschaftler betonten, dass es ihnen nicht möglich ist, eine unschädliche Dosis von Fischöl mit Omega-3-Fettsäuren zu definieren.

Hillary L Woodworth, Sarah J McCaskey, David M Duriancik, Jonathan F Clinthorne, Ingeborg M Langohr, Elizabeth M Gardner, and Jenifer I Fenton
Dietary fish oil alters T lymphocyte cell populations and exacerbates disease in a mouse model of inflammatory colitis
Cancer Res canres.1396.2010; Published OnlineFirst August 26, 2010;

In der Fachwelt werden bereits seit Jahren erhebliche Zweifel am Gesundheitswert des Fischöls geäußert und durch Studien belegt.

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