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Trotz „Erfolgsstory Rapsschrot“: Eiweißstrategie ohne Soja in der EU unrealistisch

Berlin/Hannover (OVID) – „Trotz enormer Qualitätsverbesserungen beim Rapsschrot ist eine Europäische Eiweißstrategie ohne Sojaschrot unrealistisch“, erklärt Dr. Jörg Eggers, stellvertretender Geschäftsführer von OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland, anlässlich einer Informationsveranstaltung auf der Fachmesse EuroTier in Hannover. Im Rahmen der Diskussion um die Ausgestaltung der Agrarpolitik nach 2013 wird derzeit auch eine europäische Eiweißstrategie erörtert und dabei das in der EU bestehende Proteindefizit negativ beurteilt. In Zusammenhang mit den Importen von Soja als Futtermittel fordern Stimmen aus der Politik verstärkt eine Konzentration auf heimische Futtermittel zur Eiweißversorgung in der Tierhaltung. Eine aktuelle Initiative der Grünen im Europäischen Parlament ist ein Beispiel dafür. „Obwohl Leguminosen in den letzen Jahren eine intensive politische Förderung erfahren haben, istder Anbau in Deutschland weiter rückläufig. Deshalb ist die Annahme falsch, dass Deutschland und Europa auf Sojaimporte für die Tierernährung verzichten könnten“, kommentiert Eggers den Ansatz der Europa-Grünen auf der EuroTier 2010 in Hannover.

„Eine Wirtschaft, die wie Deutschland in einem hohen Maße vom Außenhandel profitiert, kann sich Importen nicht verschließen“ erläuterte Eggers. „Es ist jedoch erforderlich, dass Soja – wie übrigens auch andere Agrarprodukte – nachhaltig angebaut werden, ohne Schutzgebiete zu zerstören.“

Im Bereich Soja wurde in Brasilien bereits vor Jahren ein sogenanntes Sojamoratorium etabliert. Das damit verbundene Ziel, für den Anbau von Soja keinen Regenwald mehr zu roden, wurde inzwischen in den grenzüberschreitenden runden Tisch zum nachhaltigen Sojaanbau übernommen, dem Round Table on Sustainable Soy.

Die EU importiert derzeit ca. 22 Mio. Tonnen Sojaschrot und 13 Mio. Tonnen Sojabohnen, das entspricht einem Weltmarktanteil von ca. 16 %, Tendenz sinkend. In Deutschland werden derzeit 3,0 Mio. Tonnen Sojabohnen verarbeitet und insgesamt ca. 4,5 Mio. TonnenSojaschrot verfüttert. „Wenn man diese Menge mit heimischen Proteinpflanzen ersetzen wollte, würde man dafür mehr als 20 % der deutschen Ackerfläche benötigen, bei der derzeitigen Flächenkonkurrenz unrealistisch“, erläuterte Eggers. Darüber hinaus benötigt beispielsweise Geflügel eine besondere Versorgung mit essentiellen Aminosäuren aus dem Sojaschrot.

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