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Versorgungsbilanz für Getreide wird wieder enger

L P D – Nach einigen Jahren mit guten Getreideernten könnten Erzeugung und Verbrauch jetzt wieder etwas enger zusammenrücken. Nach der jüngsten Prognose des Internationalen Getreiderates (IGC) könnte der weltweite Verbrauch sogar die Produktion überschreiten, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Noch vor wenigen Jahren war die weltweite Getreideerzeugung unter den steigenden Verbrauch gesunken und hatte die Lagerbestände bedenklich schrumpfen lassen. Erst im Erntejahr 2006/07 überstieg die Erzeugung mit 1,69 Mrd. Tonnen (t) den Verbrauch von 1,67 Mrd. t wieder geringfügig. Dies setzte sich 2007/08 bei gleichbleibender Produktion und auf 1,68 Mrd. t gestiegenem Bedarf fort. Im Erntejahr 2008/09 sorgte dann eine Rekordernte von knapp 1,80 Mrd. t dafür, dass der Verbrauch von 1,72 Mrd. t überschritten und die Reserven wieder aufgefüllt werden konnten. In 2009/10 sank die globale Erzeugung auf 1,79 Mrd. t, während der Verbrauch nochmals stieg, und zwar auf 1,76 Mrd. t, so dass immerhin noch eine positive Versorgungsbilanz entstand.

Für das jetzt laufende Erntejahr (1. Juli 2010 bis 30. Juni 2011) rechnen die Experten des IGC mit einer Gesamtmenge von 1,73 Mrd. t Getreide, das wäre gegenüber dem Vorjahr ein neuerlicher Rückgang. Der Verbrauch soll dagegen auf 1,79 Mrd. t weiter anziehen, und damit die Erzeugung erstmals wieder übersteigen. Für das Erntejahr 2011/12 wird mit einer globalen Erzeugung von 1,805 Mrd. t Getreide gerechnet. Das wären zwar 79 Mio. t mehr als im Jahr zuvor, jedoch voraussichtlich zu wenig, um den ebenfalls kräftig steigenden Bedarf zu decken. Dieser wird auf rund 1,808 Mrd. t geschätzt, das wären 20 Mio. t mehr als in 2010/11. Eine Erholung der ohnehin bereits wieder deutlich geschrumpften Bestände erscheint somit unwahrscheinlich, vielmehr gehen Marktexperten von einer weiteren Verringerung dieses Puffers aus.

Allerdings steht diese sehr frühe Prognose noch auf sehr wackligen Füßen. Denn wie sich die Getreidebestände und damit die Ernte in diesem Jahr entwickeln, hängt in allen Regionen der Erde nicht zuletzt vom Wetter ab. Daher gehen Marktexperten für Deutschland aufgrund der Trockenheit der vergangenen Wochen nur noch von einer knapp durchschnittlichen Ernte aus. Die größten Sorgen bereitet derzeit der Raps mit lückigen und unregelmäßig abblühenden Beständen präsentiert. Der Ölfrucht hatten bereits zum Zeitpunkt der Herbstaussaat die nasse Witterung und später Kahlfröste im Frühjahr zugesetzt. Doch auch das Getreide ist nach ersten Schätzungen betroffen. Vor allem die Wintergerste auf leichten Böden hat unter dem Wassermangel im April gelitten. Jetzt benötigt der Weizen dringend Wasser, damit die Pflanzen die Düngenährstoffe aufnehmen können. (LPD 18/2011)

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