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Triolmilch ruft fünf Käse wegen Listerien zurück

Innsbruck (lme) – Wegen des Verdachtes von Listerien in ihren Produkten rief die zur Berglandmilch gehörende Tirol Milch Wörgl GmbH mehrere Bergkäsesorten zurück. Die Keime könnten sich nur auf der Rinde, nicht jedoch im Inneren des Käses befinden.

Von dem Rückruf betroffen sind:

Andreas Hofer Jubiläumskäse 250g mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.02.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung:
Hartkäse mit Rohmilch hergestellt, aus wertvoller Heumilch mindestens 45 % Fett i.Tr.
 
Tiroler Bergkäse 400g mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.02.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung: 
Hartkäse mit Rohmilch hergestellt mindestens 45 % Fett i.Tr.
 
Spar Natur Pur Bio Bergkäse 200g mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 02.02.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung:
Hartkäse mit Rohmilch aus wertvoller Heumilch hergestellt, mind. 3 Monate in der Naturrinde gereift, 45 % Fett i.Tr. 

Clever Bergkäse 250g mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.02.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung:
Tiroler Bergkäse „geschützte Ursprungsbezeichnung“ Hartkäse mit Rohmilch hergestellt, mindestens 45 % F.i.T.

Zillertaler Bergkäse (in Scheiben) 150g mit Mindesthaltbarkeitsdatum 08.02.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung:
Zillertaler Bergkäse Hartkäse 45 % Fett i.Tr. mit Rohmilch hergestellt, aus wertvoller Heumilch, unter Schutzatmosphäre verpackt 

In Deutschland sind betroffen:

Andreas Hofer Jubiläumskäse 200g verkauft von Firma Heiderbeck mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 09.02.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung: Andreas Hofer Käse 8 Monate gereift, Hartkäse aus pasteurisierter Alpenmilch mindestens 45 % Fett i.Tr. Lakotsefrei. Unter Schutzatmosphäre verpackt. 
 
Alpenmark Österreichischer Bergkäse 300g verkauft von Firma Aldi Süd mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 28.02.2012, 05.03.2012 und 06.03.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung: österr. Hartkäse mit silofreier Rohmilch hergestellt, mind. 45 % Fett i.Tr. 
 
Bergkäse 430g verkauft von Firma Aldi Nord mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 27.02.2012, 03.03.2012, 04.03.2012, 10.03.2012 und 11.03.2012
Produktbezeichnung auf der Rückseite der Verpackung: Österreichischer Bergkäse mindestens 45 % Fett i.Tr. Hartkäse aus Rohmilch aus bester Heumilch hergestellt, mit tierischem Lab.
 
Die Produkte sind nicht zum Verzehr geeignet und können von den Konsumenten in den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden.

Information zu Listerien

Listerien sind hinsichtlich ihres Lebensraums anspruchslose und widerstandsfähige Bakterien. Für die menschliche Gesundheit ist fast ausschließlich die Spezies Listeria monocytogenes von Bedeutung. Listerien kommen in der Umwelt weit verbreitet vor, sowohl in Abwässern, der Erde, in Kompost und auf Pflanzen. Auch Lebensmittel tierischer Herkunft wie Rohmilch, Weichkäse, Räucherfisch oder rohes Fleisch und Geflügel können z. B. beim Melken und Schlachten, aber auch in der Weiterverarbeitung, verunreinigt werden. Auf Grund ihrer für Bakterien ungewöhnlichen Fähigkeit zu Wachstum bei niedrigen Temperaturen können sich Listerien auch im Kühlschrank vermehren.

Wie gefährlich sind Listerien?

Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist ohne Krankheitszeichen bzw. als Durchfall. Im Allgemeinen schützt das menschliche Immunsystem ausreichend gegen schwere Krankheitsverläufe und viele Infektionen gehen praktisch unbemerkt und ohne besondere Folgen vonstatten. Schwere Erkrankungen kommen meist nur bei immungeschwächten Menschen vor (Krebserkrankungen, bei hochdosierter Cortisontherapie usw.). Bei ihnen äußert sich eine Erkrankung in heftigen Kopfschmerzen, starkem Fieber, Übelkeit und Erbrechen. In der Folge kann es zu Hirn- bzw. Hirnhautentzündung oder einer Sepsis (Blutvergiftung) kommen, die bei rund einem Viertel der Patienten tödlich enden. Die Erreger können aber auch an anderen Körperstellen entzündliche Prozesse verursachen (z. B. Wirbelkörperentzündungen), diese Folgen werden aber selten beobachtet. Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung meist unauffällig, allerdings besteht die Gefahr einer Infektion des ungeborenen Kindes mit dem Risiko, dass es zu einer Früh- oder Totgeburt kommt. Infizierte Säuglinge erkranken häufig an einer Hirnhautentzündung. (Quelle Ages)

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