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Gut erhitzen: Fäkalkeime auf Bio-Gemüse

Münster (lme) – Bio-Gemüse ist offensichtlich erheblich mit Fäkalkeimen (Darmbakterien) belastet. Das hat jetzt eine Untersuchung der Fachhochschule Münster ergeben, die für das ARD-Magazin Fakt durchgeführt wurde. Prof. Fritz Titgemeyer, Laborleiter der Mikrobiologie sagte dem Nachrichtenmagazin: „Wir haben verschiedene Gemüsesorten aus dem Biobereich auf multiresistente Darmbakterien untersucht. Also Keime, die durchaus gefährlich werden können. Meines Wissens ist das der erste derartige Test und da haben wir von 30 Produkten 14 positiv gefunden, also etwa die Hälfte.“
Untersucht wurden Sprossen, Salat, Kartoffeln, Gurken und Tomaten. Gekauft in Discountern und Supermärkten, Bio-Supermärkten und Bioläden. Die Keime fanden sich bei Produkten aus allen Geschäftstypen.

Für Fachleute ist dieser Befund hingegen nicht verwunderlich. Basiert doch die Öko-Landwirtschaft in weiten Teilen auf der Verwendung von Tierfäkalien – beschönigend Naturdünger genannt – als Dünger. Während Fleisch vor dem Verzehr zumeist erhitzt wird und so Keime abgetötet werden, gilt es allgemein als „gesund“, Gemüse roh zu verzehren. Das erklärt auch, warum Vegetarier mehr resistente Keime im Darm haben als Fleischesser (1,2). Zudem sind Obst und Gemüse häufig Quelle von Lebensmittelinfektionen. Im Jahr 2011 kam es durch EHEC-Bakterien auf Bio-Sprossen zu dem bisher größten bekannten Ausbruch einer Lebensmittelinfektion in Deutschland mit 50 Toten und fast 4.000 Erkrankten.

(1) Guinee, P; Ugueto, N; Van-Leuven, N.
E. coli with resistence factors in vegetarians, babies, and non-vegetarians; Appl Microbiol, 20, (1970) pp. 531 – 535

(1) Elder, HA; Roy, I; Lehmann, S; Phillips, RL; Kass, EH.
Human studies to measure the effekt of antibiotic residues;
Vet Human Toxicol, 35, Suppl 1 (1993) pp. 31 – 36

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Vegetarier: weiblich, jung, überdurchschnittlich gebildet, lebt in Großstadt.



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