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Fipronil: Auch Bio-Eier belastet +++ Niederländer sollen auf Eier verzichten

Hannover/Düsseldorf/Utrecht (aho/lme) – Aus Belgien und den Niederlanden könnten deutlich mehr mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier nach Deutschland gelangt sein als zunächst angenommen. Die Behörden riefen inzwischen mehrere Millionen Eier zurück. Unter den belasteten Chargen sind auch Eier aus Biohaltung.

Laut Behörden in Belgien und den Niederlanden ist das Mittel „Dega16″, das – auf Basis ätherischer Öle – etwa für die Reinigung und Desinfektion von Ställen zugelassen ist, in unzulässiger Weise mit Fipronil vermischt worden. Dieses Insektizid wird in der Veterinärmedizin zur Bekämpfung etwa von Flöhen und Zecken bei Hunden und Katzen verwendet. Die Substanz ist für Bienen in hohem Maße giftig. 2013 hat die Europäische Union daher beschlossen, den Einsatz des Wirkstoffs in der Landwirtschaft zu begrenzen. Um Bienenvölker besser zu schützen, darf es zum Beispiel nicht mehr zur Saatgutbehandlung von Mais verwendet werden.

Rund 1,3 Millionen belastete Eier sind laut aktuellen Erkenntnissen über eine Packstelle in Nordrhein-Westfalen auch nach Niedersachsen gelangt. Das niedersächsische Agrarministerium warnte am Dienstag auf dem Verbraucherschutz-Internetportal Lebensmittelwarnung vor Eiern mit dem Aufdruck 0-NL-4310001 (Bio) und 1-NL-4167902 und in einer Pressemitteilung vor Eiern mit den Stempelaufdrucke 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001 sowie die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 14.08.2017 und 16.08.2017.

In NRW waren bereits am Sonntag rund 900.000 Eier zurückgerufen worden. Zuvor waren in einer Packstelle im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen mit Fipronil belastete Eier gefunden worden. Die betroffenen Eier tragen den Stempelaufdruck 0-NL 4392501 (Bio), 0-NL 4385501 (Bio), 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001. Die Legedaten liegen im Zeitraum vom 09. bis 21. Juli 2017.

NVWA warnt

Die niederländische Lebensmittelkontrollbehörde NVWA hat die Bevölkerung inzwischen dazu aufgerufen, bis Sonntag gar keine Eier mehr zu essen. Fipronil sei in weiteren 17 Geflügelbetrieben gefunden worden, teilte die Behörde am Mittwoch in Utrecht mit. Eier mit 27 Codes gelten nun als gesundheitsschädlich, 180 Legehennenbetriebe sind gesperrt. Bis Sonntag wollen die Behörden die Eier aller gesperrten Betriebe testen.  

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