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		<title>2nd ESPHM: Europas Schweineexperten treffen sich in Hannover</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 14:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Termin]]></category>
		<category><![CDATA[ECPHM]]></category>
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		<description><![CDATA[[ESPHM–Pressesprecherin Christina Planz] Hannover /  Bakum (aho) – Vom 26. bis 28. Mai 2010 treffen sich an der Tierärztlichen Hochschule Hannover Schweineexperten aus ganz Europa zum 2nd European Symposium on Porcine Health Management (2nd ESPHM). Die Veranstaltung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft, die sich intensiv mit der Gesundheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2010/02/ESPHM_press_200.jpg" alt="" title="ESPHM_press_200" width="200" height="248" class="alignleft size-full wp-image-12464" style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:5px; border="0" /><strong>[ESPHM–Pressesprecherin Christina Planz]</strong><br /> Hannover /  Bakum (aho) – Vom 26. bis 28. Mai 2010 treffen sich an der Tierärztlichen Hochschule Hannover Schweineexperten aus ganz Europa zum 2<sup>nd</sup> European Symposium on Porcine Health Management (2<sup>nd</sup> ESPHM). Die Veranstaltung richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft, die sich intensiv mit der Gesundheit in Schweinebeständen befassen. Übersichtsreferate von internationalen Spezialisten ihres Faches, Kurzvorträge von Wissenschaftlern und Praktikern aus Europa sowie zahlreiche Poster-Präsentationen bieten die Möglichkeit, sich über die neuesten Entwicklungen, Erkenntnisse und Trends in der Branche zu informieren. Abgerundet wird das Symposium durch Social Events, wie ein Get-together bei Bratwurst und Bier sowie ein Gala-Dinner der besonderen Art im Neuen Rathaus Hannover.</p>
<p>Ausrichter sind die Außenstelle für Epidemiologie in Bakum der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und das European College for Porcine Health Management (ECPHM). Das Symposium unter dem Motto „Pig Health, Performance und Welfare“ wird durch das jährliche Treffen der EU-Fachtierärzte für Schweine (Dipl. ECPHM) ergänzt.</p>
<p>„Das 2<sup>nd</sup> ESPHM wird die erste internationale Veranstaltung im neuen Universitätsklinikum am Bünteweg der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover sein; ein Tagungsort, der nicht nur wegen seiner perfekten Ausstattung und Infrastruktur vielen Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben wird“, betonte die Pressesprecherin des Symposiums Tierärztin Christina Planz. </p>
<p>Selbstverständlich ist die Fortbildung nach ATF-Statuten anerkannt: Teilnehmer aus Deutschland erhalten eine Teilnahmebescheinigung über 11 Fortbildungsstunden, die ebenfalls nach § 7 (2) SchwHaltHygV anerkannt werden.</p>
<p><a href="http://www.esphm.tiho-bakum.de/index.htm">Weitere Informationen und Hinweise zur Anmeldung finden sie hier auf der ESPHM-Webseite.</p>
<p><img src="http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2010/02/esphm_520.jpg" alt="" title="esphm_520" width="520" height="104" class="alignleft size-full wp-image-12467" /></a></p>
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		<title>Kleiner Markt mit großer Bedeutung</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 13:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Bft]]></category>

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		<description><![CDATA[(BfT) &#8211; Der Tierarzneimittelmarkt – ob national oder international  – ist im Vergleich zu anderen Branchen ein überschaubarer Markt. Dies wird vor allem deutlich, wenn man Human- und Tiermedizin vergleichend gegenüber stellt. Dennoch ist der Tierarzneimittelmarkt von besonderer Bedeutung. Zum einen ist die Tiermedizin und damit die Tiergesundheit eine wichtige Voraussetzung für die Erzeugung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.animal-health-online.de/main/wp-content/uploads/2010/02/BFT_TAM_weltweit_2008_520.jpg" alt="" title="BFT_TAM_weltweit_2008_520" width="520" height="248" class="alignnone size-full wp-image-80" />(BfT) &#8211; Der Tierarzneimittelmarkt – ob national oder international  – ist im Vergleich zu anderen Branchen ein überschaubarer Markt. Dies wird vor allem deutlich, wenn man Human- und Tiermedizin vergleichend gegenüber stellt. Dennoch ist der Tierarzneimittelmarkt von besonderer Bedeutung. Zum einen ist die Tiermedizin und damit die Tiergesundheit eine wichtige Voraussetzung für die Erzeugung gesunder tierischer Lebensmittel. Gleichzeitig hat sich das Verhältnis Hobbytier – Tierhalter so entwickelt, dass Tierbesitzer Produkte und Behandlungsverfahren erwarten, die denen der Humanmedizin immer weniger nachstehen.</p>
<p>In beiden Segmenten ist der Tierarzneimittelmarkt abhängig von der Größe der Tierpopulation, vom Wert des Einzeltieres oder der Tiergruppe. Wachsende Betriebszweige wie etwa die Schweineproduktion in Deutschland beeinflussen die Umsätze positiv. Auch neu auftretende Krankheiten wie beispielsweise die Blauzungenkrankheit der Wiederkäuer in Europa stellen die Tiergesundheitsindustrie vor neue Aufgaben. </p>
<p>Besonders im Nutztierbereich liegen die Wachstumspotenziale heute in der Prophylaxe. Entsprechend nahm der Umsatz bei Impfstoffen im Jahr 2008 deutlich um 14 Prozent zu. Vermehrte und optimierte Vorbeugungsprogramme führen dabei zu einem Rückgang therapeutischer Behandlungen, beispielsweise dem Einsatz von Antibiotika.</p>
<p><strong>Hobbytier-Halter investieren in Gesundheit</strong></p>
<p>Im Laufe der letzten Jahre hat sich der nationale Markt deutlich in Richtung Hobbytiere verschoben. Der Umsatzanteil liegt heute bei fast 50 Prozent. Bei den pharmazeutischen Spezialitäten kam es durch die Zulassung neuer Präparate bei den Schmerz- und Entzündungshemmern und den herzwirksamen Produkten für Kleintiere zu einer erheblichen Markterweiterung. Einzelne Indikationsgruppen in diesem Segment zeigten sogar eine zweistellige Steigerung. </p>
<p><img src="http://www.animal-health-online.de/main/wp-content/uploads/2010/02/BFT_TAM_weltweit_2008_Regionen_520.jpg" alt="" title="BFT_TAM_weltweit_2008_Regionen_520" width="520" height="245" class="alignnone size-full wp-image-85" /></p>
<p>Dennoch bleibt die Tiergesundheitsindustrie eine sehr kleine Industrie. Die Umsätze des Sektors in 2008 in Deutschland entsprachen mit 660 Mio. Euro gerade einmal dem Einzelhandelsumsatz der Parfümeriekette Douglas im gleichen Zeitraum. Auch im Vergleich zur humanpharmazeutischen Industrie stellen die Tierarzneimittel ein sehr kleines Segment dar. Das Umsatzvolumen entspricht etwa 3 Prozent des humanpharmazeutischen Umsatzes.</p>
<p><strong>Andere Aufteilungen auf internationaler Ebene</strong></p>
<p>Während die Größenverhältnisse zwischen Human- und Veterinär-Industrie auf weltweiter und nationaler Ebene ähnlich sind, zeigen sich bei der Aufteilung in Produktsegmente im Veterinärbereich deutliche Unterschiede. Weltweit spielt die Anwendung von Mitteln zur Parasitenbekämpfung, insbesondere in den intensiven Weideländern in Nord- und Südamerika, Teilen Europas und in Australien eine große Rolle. Außerdem hat die Floh- und Zeckenbekämpfung beim Kleintier eine hohe Bedeutung. Deshalb stellen Antiparasitika im Weltmarkt den größten Anteil dar. Entsprechend der geringeren Ausprägung des Hobbytiermarktes weltweit, sind pharmazeutische Spezialitäten, die vermehrt bei Hund, Katze und Pferd angewendet werden, nur mit einem Anteil von 21 Prozent vertreten. Die Marktanteile der Hobbytierprodukte einschließlich der Impfstoffe im Vergleich zu Nutztierarzneimitteln betragen 40 Prozent des Gesamtmarktes.</p>
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		<title>EU fördert Netzwerk für lebenslanges Lernen</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 07:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termin]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannover (TiHo) &#8211; Die Vorstellung, dass mit dem Ende des Studiums die Ausbildung abgeschlossen ist, ist längst überholt. Das Wissen nimmt stetig zu und lebenslanges Lernen ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) wird zur Unterstützung des lebenslangen Lernens gemeinsam mit der Universität Utrecht, dem Royal Veterinary College in London, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2010/01/tiho_logo.gif"><img src="http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2010/01/tiho_logo-150x150.gif" alt="" title="tiho_logo" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-12066" style="float:left; margin-right:5px; margin-bottom:5px; border="0"/></a>Hannover (TiHo) &#8211; Die Vorstellung, dass mit dem Ende des Studiums die Ausbildung abgeschlossen ist, ist längst überholt. Das Wissen nimmt stetig zu und lebenslanges Lernen ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) wird zur Unterstützung des lebenslangen Lernens gemeinsam mit der Universität Utrecht, dem Royal Veterinary College in London, der Universität für Agrarwissenschaften und Veterinärmedizin in Bukarest sowie der Szent István Universität in Budapest ein Expertennetzwerk entwickeln, in dem Tierärzte und Studierende mit veterinärmedizinischen Fachkollegen in Kontakt treten können. </p>
<p>Insgesamt fördert die EU das Projekt Network on Veterinary ICT in Education (NOVICE) mit 400.000 Euro. Die TiHo erhält rund 100.000 Euro und wird für die technische Infrastruktur, die Einführung der Nutzer in das Netzwerk und die Erstellung von Kursen und Anleitungen für das Netzwerk verantwortlich sein. In der ersten Phase des Projekts werden die Wissenschaftler gemeinsam ein Konzept für das internetbasierte Netzwerk entwickeln und die Experten an den Hochschulen einbinden, um es dann in einem zweiten Schritt für Studierende und Tierärzte zu öffnen. Über Web2.0-Techniken soll es künftig einfacher möglich sein, den Kontakt zu Fachkollegen zu halten und fachliche Informationen abzurufen. Dr. Jan Ehlers, E-Learning-Berater an der TiHo erklärt: „Über sogenannte Lernmanagementsysteme erhalten die Studierenden schon heute einen Großteil ihrer Informationen für den Ablauf des Studiums. Dazu zählen zum Beispiel Prüfungszeiten und Noten, aber auch Lernmaterialien. Mit dem Ende des Studiums verlassen sie die Hochschule und verlieren so automatisch den Zugang zu dieser Plattform.“ Ehlers möchte den Studierenden und späteren Tierärzten gemeinsam mit seinen europäischen Kollegen eine Plattform bieten, die ihnen einen lebenslangen Zugriff ermöglicht – sogenannte Personal Learning Environments. Die Oberfläche dieser Plattform stellen sich die Nutzer selbst zusammen: Nur die Techniken, die sie interessieren und die sie nutzen, werden auf ihrer individualisierten Nutzeroberfläche platziert. Die Techniken, die für dieses Werkzeug des lebenslangen Lernens eingesetzt werden sollen, sind beispielsweise Wikis, Internetforen, tiermedizinische Blogs oder soziale Netzwerke wie Facebook. So wird der Kontakt zu Fachkollegen direkt ermöglicht. Da diese Form des lebenslangen Lernens auch für andere Disziplinen interessant ist, werden die Wissenschaftler des Projektes NOVICE den Erfolg des Netzwerkes und die verschiedenen eingesetzten Techniken evaluieren und anderen Fachrichtungen zur Verfügung stellen. </p>
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		<title>Das aktuelle Interview: Gefahr der Resistenzübertragung zwischen Tier und Mensch häufig überschätzt</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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(BfT) &#8211; Auch wenn in diesem Jahr der Markt für Antibiotika seit langer  Zeit erstmals stagnierte, gehört deren Einsatz in der Nutztierhaltung neben der Impfung zu den bedeutendsten Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Tiere. Parallel dazu nimmt die Diskussion über antimikrobielle Resistenzen in der Arbeit der Tiergesundheitsindustrie einen sehr hohen Stellenwert ein. Der Blickpunkt sprach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.animal-health-online.de/main/wp-content/uploads/2009/10/schneidereit_200.jpg" alt="schneidereit_200" title="schneidereit_200" width="200" height="223" style="float:left; margin-right:10px; border="0" class="alignnone size-full wp-image-71" /></p>
<p>(BfT) &#8211; Auch wenn in diesem Jahr der Markt für Antibiotika seit langer  Zeit erstmals stagnierte, gehört deren Einsatz in der Nutztierhaltung neben der Impfung zu den bedeutendsten Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Tiere. Parallel dazu nimmt die Diskussion über antimikrobielle Resistenzen in der Arbeit der Tiergesundheitsindustrie einen sehr hohen Stellenwert ein. Der Blickpunkt sprach mit Dr. Martin Schneidereit, Geschäfts-führer des Bundesverbandes für Tiergesundheit e.V., über den aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Thema Resistenzen und über den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika.</p>
<p><strong>Blickpunkt:</strong> Hat sich der Einsatz von Antiinfektiva bei landwirtschaftlichen Nutztieren in den letzten Jahren qualitativ und quantitativ verändert?</p>
<p><strong>Dr. Schneidereit:</strong> Man muss vorausschicken, dass beispielsweise der Schweinebestand in Deutschland stark gewachsen ist. Seit den neunziger Jahren hat die Zahl der geschlachteten Schweine um 15 Millionen zugenommen. Dadurch erhöht sich natürlich auch die Gesamtzahl der potenziell erkrankten Tiere. Etwa die Hälfte der Gesamtmenge an Veterinärantibiotika entfiel laut Mengenschätzung aus dem Jahre 2005 auf die Gruppe der Tetrazykline, gefolgt von Beta-Lactamen, Sulfonamiden, Makroliden und Aminoglykosiden.</p>
<p>Bei den Tetrazyklinen ergab sich aufgrund des Auslaufens von einzelnen Zulassungen ein deutlicher Rückgang um mehr als 10 Prozent. Andererseits haben die sinkenden Preise bei Amoxicillin-Präparaten zum vermehrten Einsatz von Wirkstoffen dieser Gruppe beigetragen.</p>
<p>Gleichzeitig führten neuere, hoch wirksame Wirkstoffgruppen wie Doxyzyklin oder Chinolone und neuere Cephalosporine zu einer Verringerung der eingesetzten Antibiotikamengen. Neu entwickelte lang wirksame Retardformulierungen haben im Ferkelbereich auch zu einer vermehrten Anwendung von Injektionsantibiotika geführt, die in erheblich geringeren Volumina je Tier verabreicht werden müssen.</p>
<p><strong>Blickpunkt:</strong> Wie begleitet der Verband die Fragestellung „antimikrobielle Resistenzen“?</p>
<p><strong>Dr. Schneidereit:</strong> Der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika ist beim Verband seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit der Firmen. Das zentrale Projekt der vergangenen Jahre war das gemeinsame Forschungsprojekt BfT/BVL-GermVet, ein Monitoringprogramm zur Einschätzung der Resistenzlage der wichtigsten Infektionserreger bei landwirtschaftlichen Nutztieren und Hobbytieren.</p>
<p><strong>„Fakten belegen die sehr gute Wirksamkeit von Antibiotika und ein niedriges Resistenzniveau für veterinärpathogene Keime.“</strong></p>
<p>Für den größten Teil der veterinärpathogenen Keime zeigte sich ein niedriges Resistenzniveau, verbunden mit einer sehr gut erhaltenen Wirksamkeit der zugelassenen antibiotischen Wirkstoffe, auch bei Wirkstoffen, die zum Teil seit Jahrzehnten in der Tierhaltung eingesetzt werden. Mit diesen Untersuchungen konnte die oft postulierte Bedrohung durch hohe Resistenzraten in der Veterinärmedizin durch Fakten widerlegt werden.</p>
<p><strong>Blickpunkt:</strong> Welche Maßnahmen des Risikomanagements sind aus Ihrer Sicht geeignet, das Resistenzniveau weiterhin niedrig zu halten?</p>
<p><strong>Dr. Schneidereit:</strong> Die konsequente Anwendung von Antibiotikaleitlinien halten wir für die effektivste Maßnahme zur Begrenzung von Antibiotikaresistenzen. Dazu gehören vor allem die bestimmungsgemäße Anwendung streng nach zugelassener Dosierung, Dauer und Indikation sowie die sachgemäße Anwendung von Antibiotika, die in keinem Falle als Ersatz für mangelnde Stallhygiene dienen darf. Auch die Resistenzlage beim Tier bzw. im Bestand muss bekannt sein. Präventive Maßnahmen wie verbesserte Stallhygiene oder systematische Impfprogramme können ebenfalls dazu beitragen, den Antibiotikaeinsatz auf das Notwendige zu beschränken.</p>
<p><strong>„Neue Impfstoffe haben zu einem deutlich gesunkenen Antibiotikaeinsatz geführt.“</strong></p>
<p>So hat beispielsweise der Einsatz der neu entwickelten Circo-Impfstoffe beim Schwein zu einer erheblichen Reduktion der bakteriellen Sekundärinfektionen und damit zu einem deutlich gesunkenen Antibiotikaeinsatz geführt.</p>
<p><strong>Blickpunkt:</strong> Sehen Sie im Zusammenhang mit der Diskussion über Methicillin resistente Staphylococcus aureus (MRSA) die Notwendigkeit, Empfehlungen zum Einsatz oder zur Verwendung von Antiinfektiva bei Nutztieren auszusprechen?</p>
<p><strong>Dr. Schneidereit:</strong> Bei verschiedenen Nutztieren, insbesondere beim Schwein, aber auch bei Lebensmitteln tierischen Ursprungs wird seit einigen Jahren vermehrt MRSA, insbesondere Typ ST398 nachgewiesen. Ein therapeutisches Problem in der Tiermedizin besteht nicht. Auch in der Humanmedizin ist ST398 bisher nicht als besonderer Problemkeim aufgefallen.</p>
<p>Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat kürzlich eine Stellungnahme veröffentlicht, die besagt, dass sich keine Hinweise für ein erhöhtes MRSA-Risiko durch Fleischverzehr oder durch Kontakt bei der Lebensmittelverarbeitung oder -zubereitung ergeben haben. Insgesamt wird nach unserer Überzeugung die Gefahr der Resistenzübertragung zwischen Tier und Mensch von der Öffentlichkeit weit überschätzt.  </p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 10:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Informieren Sie sich hier!

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ropapharm.de/scc.html"><img src="http://www.animal-health-online.de/drms/pic/banner_600x85.gif" alt="ropadairy" width="520" hight="80"/><strong>Informieren Sie sich hier!</strong><br />
</a></p>
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		<title>Neu: AHO jetzt mit Videoportal</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 19:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(aho) – AHO bietet den Besuchern jetzt auf einem eigenständigen Portal Videos an. Aktuell finden Sie Videos zu den Themen Ratten-, Fliegen- und Insektenbekämpfung in Ställen. Andere Videos beschäftigen sich mit der sogenannten „Eberimpfung“. Diese Impfung  gegen den Ebergeruch hat sich seit rund zehn Jahren als praxistaugliche Alternative zur herkömmlichen Kastration bewährt.
Ein dramatisches Video [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aho) – AHO bietet den Besuchern jetzt auf einem eigenständigen Portal Videos an. Aktuell finden Sie Videos zu den Themen Ratten-, Fliegen- und Insektenbekämpfung in Ställen. Andere Videos beschäftigen sich mit der sogenannten „Eberimpfung“. Diese Impfung  gegen den Ebergeruch hat sich seit rund zehn Jahren als praxistaugliche Alternative zur herkömmlichen Kastration bewährt.</p>
<p>Ein dramatisches Video dokumentiert die Bergung von fünf Pferden aus qualvoller Privathaltung.</p>
<p><a href="http://animal-health-online.de/video/">Die Videos werden nicht per Newsletter versandt, so dass das Videoportal regelmäßig aufgesucht werden sollte.</a></p>
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		<item>
		<title>Dr. Rainer Schneichel als FVE-Vizepräsident bestätigt</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 08:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[bpt]]></category>
		<category><![CDATA[FVE]]></category>
		<category><![CDATA[Schneichel]]></category>
		<category><![CDATA[TierÃ¤rzte]]></category>

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		<description><![CDATA[Frankfurt a.M. (bpt) &#8211; Der europäische Tierärzteverband FVE (Federation of Veterinarians of Europe) hat in seiner Frühjahrsversammlung am 22. Mai in Stockholm den Vizepräsidenten des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt), Dr. Rainer Schneichel, in seinem Amt als Vizepräsident für weitere zwei Jahre bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt wurden Dr. Walter Winding aus Österreich als Präsident und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.animal-health-online.de/main/wp-content/uploads/2009/05/schneichel-06-214x300.jpg" alt="" style="float:left; margin-right:10px; border="0"></img>Frankfurt a.M. (bpt) &#8211; Der europäische Tierärzteverband FVE (Federation of Veterinarians of Europe) hat in seiner Frühjahrsversammlung am 22. Mai in Stockholm den Vizepräsidenten des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt), Dr. Rainer Schneichel, in seinem Amt als Vizepräsident für weitere zwei Jahre bestätigt. Ebenfalls wieder gewählt wurden Dr. Walter Winding aus Österreich als Präsident und Dr. Lilijana Markus aus Kroatien als weitere Vizepräsidentin.</p>
<p>Der Führungsmannschaft der FVE gehören mit Dr. Rainer Schneichel (Deutschland), Dr. Christoph Buhot (Frankreich) und Dr. Stephen Ware (Großbritannien) künftig drei praktizierende Tierärzte an. Damit ist sichergestellt, dass in den kommenden zwei Jahren bei den für Tierärzte wichtigsten politischen Vorhaben, der Erstellung eines EU-Tiergesundheitsgesetzes und der Überarbeitung der europäischen Tierarzneimittelrichtlinie, Praktikerinteressen bestmöglich vertreten werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tierarzneimittelmarkt 2008: Impfstoffe waren die Wachstumsträger +++ Antibiotikasegment stagnierte</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 12:35:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Impfstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[Tierarzneimittel]]></category>

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		<description><![CDATA[
Bonn (bft) &#8211; Mit einem Wachstum von 5,4 Prozent entwickelte sich der
Tierarzneimittelmarkt in Deutschland im Jahr 2008 zufrieden stellend.
Wachstumsträger war in diesem Jahr das Segment Impfstoffe mit einem
Zuwachs von 13,8 Prozent. Die Impfstoffinnovationen zur Bekämpfung der
Blauzungenkrankheit der Wiederkäuer und der Circovirusinfektionen der
Schweine sowie die Salmonellenpflichtimpfung beim Geflügel waren
wesentlicher Bestandteil der sehr guten Entwicklung in diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.animal-health-online.de/gross/wp-content/uploads/2009/05/markt_2008_520.jpg" alt="markt_2008_520" title="markt_2008_520" width="520" height="366" class="alignleft size-full wp-image-10805" /><br />
Bonn (bft) &#8211; Mit einem Wachstum von 5,4 Prozent entwickelte sich der<br />
Tierarzneimittelmarkt in Deutschland im Jahr 2008 zufrieden stellend.<br />
Wachstumsträger war in diesem Jahr das Segment Impfstoffe mit einem<br />
Zuwachs von 13,8 Prozent. Die Impfstoffinnovationen zur Bekämpfung der<br />
Blauzungenkrankheit der Wiederkäuer und der Circovirusinfektionen der<br />
Schweine sowie die Salmonellenpflichtimpfung beim Geflügel waren<br />
wesentlicher Bestandteil der sehr guten Entwicklung in diesem Bereich. Dies<br />
teilte Dr. Martin Schneidereit, Geschäftsführer des Bundesverbandes für<br />
Tiergesundheit e.V. (BfT), anlässlich der 23. Mitgliederversammlung in<br />
Augsburg mit.</p>
<p>„Das Gesamtwachstum des Marktes wurde in 2008 überwiegend durch die sich<br />
sehr gut entwickelnden Nutztierimpfstoffe getragen“, so Schneidereit weiter.<br />
„Erstmalig seit mehreren Jahren stagnierte das Antibiotikasegment“.<br />
Verantwortlich dafür seien u.a. die Rückgänge in der Ferkelproduktion. Insgesamt<br />
hätten die Ferkelbetriebe 3,5 Millionen Ferkel weniger erzeugt. Der Einsatz der<br />
neuen Circoimpfstoffe habe auch zur Reduzierung der oralen Anwendung von<br />
Antibiotika beigetragen.<br />
Stagnation habe man 2008 auch auf dem Antiparasitikamarkt verzeichnet.<br />
Parasitenmittel zur Abwehr von Gnitzen beim Großtier hätten, nachdem<br />
Blauzungen-Impfstoffe verfügbar waren, an Bedeutung verloren.<br />
„Eine erhebliche Markterweiterung, die bei einigen Indikationsgruppen im<br />
zweistelligen Bereich liegt, verzeichneten wir bei den pharmazeutischen<br />
Spezialitäten“, erläuterte der BfT-Geschäftsführer abschließend. Dies sei vor<br />
allem der Zulassung neuer Präparate bei den Schmerz- und Entzündungshemmern<br />
sowie den herzwirksamen Produkten für Kleintiere zu verdanken. Das<br />
Umsatzverhältnis Nutztier zu Hobbytier bezifferte er mit etwa 53 zu 47 Prozent.<br />
<strong><br />
Abschwung trifft alle</strong></p>
<p>Der BfT-Vorsitzende Dr. Dieter Schillinger gab einen Überblick über die Arbeit<br />
des Verbandes und nahm zur aktuellen wirtschaftlichen Situation Stellung. Die<br />
Agrarwirtschaft sei aufgrund ihrer besonderen Struktur nicht so stark abhängig<br />
von Exporten. Auch sei die Lebensmittelproduktion weniger zyklisch angelegt als<br />
die Konsum- oder Investitionsgüterproduktion. „Trotzdem gibt es Faktoren, die<br />
auch unser Geschäft potentiell negativ beeinflussen können“, meinte dazu<br />
Schillinger. Dies zeige beispielsweise der Fall der Milchpreise bis auf 20 Cent je<br />
Liter Milch in einigen Regionen Deutschlands, der bereits zu erheblichen<br />
Liquiditätsengpässen auf den Milchviehbetrieben geführt habe. Und auch der<br />
Kleintierbereich bleibe vom wirtschaftlichen Abschwung nicht unberührt.</p>
<p><strong>Erfolgsstory Impfung</strong></p>
<p>Große Erfolge habe man im vergangenen Jahr mit der großflächigen Impfung<br />
gegen die Blauzungenkrankheit erzielt, erläuterte Dieter Schillinger im Anschluss.<br />
Seien in 2007 noch 20.000 BTV-Infektionen gemeldet worden, habe man in 2008<br />
nur noch 5.000 Ausbrüche gezählt. Dieser Erfolg sei nur möglich gewesen, weil<br />
alle Beteiligten koordiniert und unbürokratisch zusammengearbeitet hätten.<br />
Den Impfstoffherstellern sei es gelungen, in Rekordzeit wirksame und sichere<br />
Impfstoffe gegen den Serotyp 8 zur Praxisreife zu entwickeln. Die<br />
Bundesregierung und die Länder hätten ihrerseits rasch die rechtlichen<br />
Grundlagen für den Einsatz geschaffen und die Überwachungsbehörden der<br />
Länder hätten dafür gesorgt, dass die Impfstoffe flächendeckend zur Verfügung<br />
standen. Die Sicherheit der Impfstoffe werde darüber hinaus auch von der<br />
Europäischen Zulassungsbehörde EMEA bestätigt. Mittlerweile hat ein erster<br />
Impfstoff die europäische Zulassung erhalten.</p>
<p><strong>Bürokratismus bleibt Thema</strong></p>
<p>Nach wie vor stelle der bürokratische Aufwand beispielsweise im Zusammenhang<br />
mit der Meldung von Antibiotikamengen, wie sie in der so genannten DIMIDIVerordnung<br />
im Rahmen der 15. AMG-Novelle geregelt werde, ein strittiges<br />
Thema. Dabei betonte Schillinger ausdrücklich, dass sich die Industrie nicht<br />
grundsätzlich gegen die Meldeverpflichtung der Abgabemengen sperre.<br />
Allerdings sei der erhebliche Mehraufwand nur gerechtfertigt, wenn damit ein<br />
wirklicher Beitrag zur Verbrauchersicherheit geleistet werde. Das vorgesehene<br />
regionalisierte Meldesystem halte er für wenig hilfreich, um tatsächliche<br />
Zusammenhänge zwischen Arzneimitteleinsatz und Resistenzentwicklung<br />
wissenschaftlich fundiert zu ermitteln.</p>
<p>Mit Blick auf Europa stellte Dr. Dieter Schillinger das 1-1-1- Konzept vor, dessen<br />
Ziel es sei, auch für den Bereich der Tierarzneimittelzulassung einen freien<br />
Warenverkehr innerhalb Europas zu erreichen. „Das Ziel ist hoch gesteckt“,<br />
urteilte Schillinger. „Gleichwohl sind wir der Überzeugung, dass eine wirklich<br />
europäische Zulassung für alle Tierarzneimittel zu positiven Effekten für die<br />
Tiergesundheit durch bessere Versorgung mit Tierarzneimitteln führen wird.“<br />
Zum Abschluss seiner Ausführungen sprach sich Schillinger noch einmal<br />
ausdrücklich für den Erhalt des Dispensierrechtes aus. Der in Deutschland<br />
etablierte Vertriebsweg über die Tierärzte sichere die vertrauensvolle<br />
Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Kunden. „Der Erhalt dieses<br />
Vertriebsweges wird deshalb seitens der Industrie unterstützt.“</p>
<p><strong>Neuer Vorstand gewählt</strong></p>
<p>Anlässlich der Mitgliederversammlung fanden turnusmäßig Neuwahlen zum<br />
Vorstand statt. Dr. Dieter Schillinger, Merial SAS, wurde als Präsident des<br />
Verbandes wiedergewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Stefan E.<br />
Scheuermann, Intervet Deutschland.</p>
<p>Die weiteren Mitglieder des Vorstandes sind als Schatzmeister Jörg Hannemann,<br />
Virbac; Christian Behm, Bayer Vital; Hubert Papp, Boehringer Ingelheim<br />
Vetmedica und Armin Thur, aniMedica.</p>
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		<title>&#8220;Artgerechte Haltung&#8221; &#8211; mehr als nur ein Schlagwort</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 06:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[  [Zebra an Milzbrand verendet! Foto: WHO]
Kaum eine Rede oder ein Zeitungsartikel zur Tierhaltung kommt ohne den Begriff &#8220;artgerecht&#8221; aus. Dabei darf &#8220;artgerecht&#8221; nicht mit dem Leben in freier Natur verwechselt werden. Es ist gesellschaftlich akzeptiert, dass Wildtiere in der freien Natur an Seuchen und quälendem Parasitenbefall verenden, in Dürrezeiten jämmerlich verdursten oder in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.animal-health-online.de/strep/images/zebra.jpg" width="195" height="200" border="0"  alt="" style="float:left; margin-right:10px; border="0"></img>  [Zebra an Milzbrand verendet! </font><font size="1">Foto: WHO</font>]<br />
Kaum eine Rede oder ein Zeitungsartikel zur Tierhaltung kommt ohne den Begriff &#8220;artgerecht&#8221; aus. Dabei darf &#8220;artgerecht&#8221; nicht mit dem Leben in freier Natur verwechselt werden. Es ist gesellschaftlich akzeptiert, dass Wildtiere in der freien Natur an Seuchen und quälendem Parasitenbefall verenden, in Dürrezeiten jämmerlich verdursten oder in strengen Wintern langsam verhungern oder elendig erfrieren.</p>
<p>Ein Landwirt, der so etwas in seinen Ställen zuließe, fände sich alsbald vor Gericht mit dem Vorwurf &#8220;Tierquälerei&#8221; wieder. Der Mensch hat also unter anderem eine ausreichende Fütterung, technisch intakte Ställe und eine Versorgung nach dem aktuellen Kenntnisstand der Veterinärmedizin gewährleisten. </p>
<p>Anlässlich des Seminars &#8220;Tierschutz beim Schwein&#8221; am 07.03.2001 in Langen referierte Prof. Karl Heinritzi (München) zum Thema &#8220;Artgerechte Haltung beim Schwein&#8221;. Er führte unter anderem aus:</p>
<p>Seit der Mensch Tiere domestiziert, ist das Tier auf die ständige Versorgung durch den Menschen angewiesen und damit auch dem Angebot, das es vom Menschen zu erwarten hat, ausgesetzt. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft hat der Einfluss auf die Tiere durch Haltung, Fütterung, Management wesentlich zugenommen.</p>
<p>Von der modernen Landwirtschaft wird gefordert, dass dem Umweltschutz Rechnung getragen wird, dass hochwertige und unbedenkliche Lebensmittel produziert werden und dies zum möglichst niedrigen Preis. </p>
<p>Den Preis hat dann vielfach das Tier zu bezahlen, das nicht mehr artgerecht gehalten werden kann. Das Wort Massentierhaltung weckt unschöne Emotionen und trifft trotzdem für nahezu alle Schweinebestände zu, da Schweine nie als Einzeltiere, sondern immer zu mehreren in einem Stall zusammen gehalten werden. </p>
<p>Ein Großteil der Krankheiten, Schäden und Leiden unserer Schweine resultieren aus Fehlern in der Betriebsführung, der Haltungsform, der Klimaführung oder der Fütterung. Neben diesen sogenannten Technopathien, ist im Hinblick auf den Tierschutz auch an die sogenannten zootechnischen Eingriffe zu denken.</p>
<p>Das Wort artgerecht ist schwierig zu definieren. Eine englische Arbeitsgruppe, das FARM ANIMAL WELFARE COUNCIL,  hat hierzu fünf Forderungen (The Five Freedoms (1)) formuliert.</p>
<p><strong>1. Freiheit von Hunger, Durst und Fehlernährung</p>
<p>2. Freiheit von ungeeigneter Unterbringung</p>
<p>3. Freiheit von Schmerz, Krankheit und Verletzung </p>
<p>4. Freiheit von unnötiger Belastung und </p>
<p>5. Freiheit zur Ausübung normalen Verhaltens</p>
<p></strong></p>
<p>Es ist bei einer artgerechten Haltung auf die Fütterungstechnik, die Futterzusammensetzung, die Futterqualität und auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten. Jede Fütterungstechnik kann sich positiv wie negativ auf die Tiere auswirken und muss individuell auf den jeweiligen Bestand und Betriebsablauf eingestellt werden. Hier sind vor allem bei Freilaufhaltung die Verhaltensmuster der Sauen zu berücksichtigen. Das Futter muss der Altersstufe und Nutzungsgruppe entsprechend zusammengesetzt sein und dementsprechende Inhaltstoffe aufweisen.</p>
<p><b><br />
Freiheit von ungeeigneter Unterbringung</b></p>
<p>Hier ist die gesamte Stallanlage ins Auge zu fassen. Als einer der wichtigen Punkte ist hier die Klimaregulierung bezüglich Stalltemperatur, Frischluftzufuhr und Schadgasgehalt zu sehen.</p>
<p><b><br />
Freiheit von Schmerz, Krankheit und Verletzung </b></p>
<p>Freiheit von Krankheiten und damit Schmerzen umfasst die gesamte Schweinemedizin. Um das Infektionsrisiko für den Bestand zu minimieren, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es zur artgerechten Tierhaltung gehört, möglichst keine Erreger in den Bestand einzuschleppen. Dies bedeutet einen kontrollierten Zukauf aus wenigen möglichst in der Region gelegenen Beständen. </p>
<p>Um potentiellen Krankheiten gezielt vorbeugen zu können sind Impfungen ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und damit der tierschutzgerechten Haltung. Der Impfakt verlangt aber in jedem Fall ein wohldurchdachtes medizinisches Handeln (A. Mayr). Dies sowohl im Hinblick auf die Gesundheit der Muttertiere aber auch die der Ferkel. Ferkel erhalten ihre schützenden Antikörper über die Milch der Sauen. Um Ferkelkrankheiten vorzubeugen müssen also die Muttersauen während der Trächtigkeit geimpft werden. Es muss also bei diesen Krankheiten die Vakzination nach Produktionsphase ausgerichtet sein. </p>
<p>Anders ist dies bei Infektionskrankheiten wie z. B. dem Rotlauf, die das Muttertier betreffen. Hier sollte die ganze Herde unter einem einheitlichen Immunstatus stehen.</p>
<p>In einer artgerechten Haltungen müssen regelmäßig Räudebehandlungen stattfinden, ebenso wie eine gewissenhafte Endoparasitenbekämpfung.</p>
<p>Für eine artgerechten Haltung spielt der Stallboden eine wesentliche Rolle. Die Anforderungen, die an einen Stallboden gestellt werden sind hoch. So soll er ausreichende Trittsicherheit bieten, soll Abrieb-neutral sein und einen gewissen Liegekomfort bieten. Der Boden muss auf die jeweilige Altersgruppe ausgerichtet sein. Für die Saugferkel darf die Bodenbeschaffenheit vor allem nicht zu rau sein und für die Muttertiere muss der Stallboden griffig sein. Sie müssen in den Abferkelbuchten leicht aufstehen und ablegen können.</p>
<p>In diesem Zusammenhang ist auch im Sinne einer tierschutzgerechten Haltung zu fordern, dass Schutzvorrichtungen für Ferkel vorhanden sind, damit sie von der Sau nicht erdrückt werden. Ferkel haben das gleiche Recht geschützt zu werden wie die Muttertiere.</p>
<p align="center"><img src="http://www.animal-health-online.de/strep/images/schutzkorb.jpg" border="0" width="200" height="113"><br />
<br /><font size="2">Ein Ferkelschutzkorb schützt die Ferkel vor dem Erdrücken!</font></p</p>
<p>
<b><br />
Freiheit von unnötiger Belastung </b></p>
<p>Im Hinblick auf den Tierschutz sind Belastungen, wie z. B. das Kürzen der Zähne, zu berücksichtigen. Dass das Kürzen der Zahnspitzen Tierschutz-konform sein kann, zeigt eine umfangreiche Studie. Ferkel kämpfen mit ihren spitzen Zähnen in den ersten Lebenstagen um die ergiebigste Zitze und verletzen dabei ihre Wurfgeschwister und das Gesäuge der Mutter oft<br />
erheblich. Das Verhalten der Ferkel ist damit zu erklären, daß die Sauen keine Milchzisterne und damit keine Speichermöglichkeit haben und so die Milch nur in der kurzen Phase der Milchejektion für die Ferkel zur Verfügung steht. Dies bedeutet, dass jedes Ferkel zu dem Zeitpunkt am Gesäuge präsent und im Besitz einer funktionierenden Zitze mit hoher Produktivität sein muss, wenn die Sau Milch gibt. Nach Einstellung der Saugordnung, etwa 2-4 Tage nach der Geburt, fallen die Ferkel in eine energiesparende Freß-Schlafroutine und sie verlieren keine Zeit am Gesäuge auf der Suche nach einer funktionstüchtigen Zitze. Der Konkurrenzkampf dient somit als frühzeitige Selektion der Ferkel, bevor das Muttertier viel Milch an weniger überlebensfähige Ferkel abgegeben hat. Diese Reproduktionsstrategie weist darauf hin, dass zu allererst darauf zu achten ist, dass möglichst nur Sauen mit gut laktierenden Gesäugen in die Produktion kommen. Das Ergebnis der Studie zeigte, dass die Häufigkeit und der Schweregrad der aufgetretenen Bissverletzungen bei den Ferkeln mit belassenen Zähnen signifikant höher lagen, als bei den Tieren, denen die Zähne reseziert worden waren. Die Aufzuchtverluste waren bei den Ferkeln mit abgeschliffenen Zähnen am geringsten und die Gewichtszunahmen bei denen mit belassenen Zähnen am niedrigsten. Das sind Argumente, die für das Zähneabschleifen sprechen. Das Kürzen der Zähne hilft nur die Folgen der schweren Kämpfe zu mindern und es muss von Fall zu Fall entschieden werden, ob man sie nun belässt oder abschleift.</p>
<p><b>Freiheit zur Ausübung normalen Verhaltens</b></p>
<p>Beim Schwein spielt der Geruchssinn eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus ist Sozialverhalten ungemein wichtig. &#8220;Normales&#8221; Verhalten werden auch gut eingerichtete Stallungen immer nur bedingt bieten können. Aber jedes Stallsystem ist nur so gut, wie es vom Besitzer betreut wird. Eine zukunftsorientierte Haltung muss sich aber auch an einer soliden ökonomischen Basis orientieren. Dies bedeutet, dass neue Haltungsformen sich auch moderner Technologien bedienen dürfen und müssen.</p>
<p>Der Verbraucher hat ein Anrecht auf unbedenkliche Lebensmittel, die von gesunden Tieren stammen. Dies beinhaltet auch, dass die Tiere gesund und artgerecht aufgezogen wurden. Tierbestände ohne Erkrankungsrisiko gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Dies bedeutet, dass eine tierärztliche Versorgung auch im Hinblick auf Frühdiagnose und tierschutzgerechte Haltung unabdingbar ist. </p>
<p>Es ist viel getan, wenn man sich den Satz von W. Schulze, dem Begründer der Schweinemedizin in Deutschland vor Augen hält: &#8220;Der Mensch darf das Schwein zu seinen Bedürfnissen brauchen und sogar verbrauchen, aber nicht missbrauchen&#8221;.</p>
<p><strong>Literatur:</strong> <br />
(1) FARM ANIMAL WELFARE COUNCIL (1992):<br />
FAWC updates the five freedoms.<br />
Vet. Rec. 17, 357</p>
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		<title>Facts and Figures</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 17:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>manfred.stein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[(bft) &#8211; In der kürzlich erschienenen Broschüre „Facts and Figures about the European Animal Health Industry“ hat IFAH-Europe aktuelle Zahlen und Fakten zur europäischen Tiergesundheitsindustrie zusammengestellt. Die Broschüre enthält Angaben zum Tiergesundheitsmarkt und dem landwirtschaftlichen Umfeld, erläutert den Einfluss von Tierseuchen, informiert über den Hobbytiermarkt und befasst sich mit dem regulatorischen Umfeld sowie der Forschung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.animal-health-online.de/main/wp-content/uploads/2009/02/human_vet_am_vergleich_520.jpg" alt="bft" style="float:left; margin-right:10px; border="0"></img>(bft) &#8211; In der kürzlich erschienenen Broschüre „Facts and Figures about the European Animal Health Industry“ hat IFAH-Europe aktuelle Zahlen und Fakten zur europäischen Tiergesundheitsindustrie zusammengestellt. Die Broschüre enthält Angaben zum Tiergesundheitsmarkt und dem landwirtschaftlichen Umfeld, erläutert den Einfluss von Tierseuchen, informiert über den Hobbytiermarkt und befasst sich mit dem regulatorischen Umfeld sowie der Forschung, Entwicklung und Zulassung von Tierarzneimitteln. Explizit wird auf die Bedeutung innovativer Entwicklungen als Motor für den Tiergesundheitssektor eingegangen. In Europa wurden im vergangenen Jahr mehr als 400 Millionen Euro in Entwicklung und Forschung investiert. Das sind 10 Prozent des Gesamtumsatzes der europäischen Tiergesundheitsindustrie. Die Kosten für die Entwicklung eines neuen Produktes sind dabei in den letzten 15 Jahren um 157 Prozent gestiegen, die Entwicklungszeiten verlängerten sich um sechs Jahre.</p>
<p><a href="http://www.bft-online.de/fileadmin/bft/aktuelles/Facts_and_Figures_2008_final.pdf">Die Broschüre mit allen detaillierten Angaben steht hier kostenlos als Download zur Verfügung.</a></p>
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