Leberegel - Diagnose Animal Health-Online Survey

In Blut, Milch und Kot

Zur Diagnose eines Leberegelbefalls stehen grundsätzlich zwei Labormethoden zur Verfügung.

Kotuntersuchungen

Wenn die erwachsenen Leberegel in den Gallengängen parasitieren, sind Leberegeleier mit der Sedimentationsmethode in Kotproben nachweisbar. Dieses Verfahren hat jedoch nicht sehr zuverlässig. Nach Hinweisen aus der Literatur werden durch die Sedimentation nur 30% der mit dem Kot ausgeschiedenen Leberegeleier erfaßt. Zudem schwankt die Eiausscheidung von Tag zu Tag und auch im Verlauf eines einzelnen Tages.

Serologische Verfahren

Mittels eines sogenannten ELISA ((Enzyme-linked immunosorbent assays) lassen sich Blut - und Milchproben nach dem 15. Tag der Infektion auf Antikörper gegen alle Entwicklungsstadien des großen Leberegels untersuchen. Der Test ist recht empfindlich, so daß auch eine Sammelprobe von maximal 75 Kühen aus dem Hoftank zur Bestandsdiagnostik entnommen werden kann. Um eine gezieltere Aussage treffen zu können, werden aber Sammelproben von je 20 Tieren empfohlen. Die Sensitivität wird mit bis zu 100 % und die Spezifität mit 97 % angegeben.

Der ELISA-Test ist zur Zeit beim:

Tiergesundheitsdienst Bayern e.V.
Zentralinstitut
Senator-Gerauer-Str. 23
85586 Poing
Tel. Labor: 089- 9091-221
Fax Labor: 089-9091-202
Ansprechpartner im Labor: Herr Dr. Gangel, Herr Dr. Böttcher
e-mail: zi@tgd-bayern.de

etabliert. Das Institut nimmt Proben aus ganz Deutschland entgegen.

Es eignen sich einfache Vollblutproben von je 5 ml ohne Zusätze. Für die Milchproben verwendet man Probenröhrchen mir Natiumacid, wie man sie von der Zellzahlbestimmung kennt. Hier werden 10 ml genommen.

Bei allen Proben ist auf eine bruchsichere Verpackung, eine eindeutige Kennzeichnung und Identifizierung zu achten.

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