Wirtschaftliche Schäden durch Kokzidiose
Zur Untersuchung der ökonomischen Schäden von Kokzidiose
wurden verschiedene Feldstudien durchgeführt.
Eine dieser Studien wurde in 6 Betrieben (Mast und Milchvieh) mit Kälbern im Alter von 3 Wochen bis 4 Monaten durchgeführt. Keines der
Tiere in der Studie wurde zuvor gegen Kokzidien behandelt.
Der behandelten Gruppe wurde mit einer Dosis von 1 ml pro 2,5 kg KG Vecoxan® einmalig oral verabreicht. Alle Tiere wurden
anschließend über einen Zeitraum von 3 Wochen hinsichtlich Kokzidiosesymptomatik und Gewichtszunahmen beobachtet. Die
Tiere wurden regelmäßig klinisch und parasitologisch auf das Auftreten von Kokzidien/Kokzidiose untersucht.
Bei der Behandlungsgruppe traten weder klinische noch subklinische Erkrankungen auf. Der Gewichtsvorsprung der behandelten
Kälber gegenüber den klinisch erkrankten lag bei + 6,0 kg und gegenüber subklinisch erkrankten Tieren bei + 2,1 kg.
Ökonomisch hat subklinische Kokzidiose stärkere Auswirkungen als schwere klinische Kokzidiose. Die geringere Gewichtszunahme
der Tiere mit subklinischer Kokzidiose ist verantwortlich für 64 % der ökonomischen Verluste in der Studie.
(Quelle: D. Gradwell, J. Agneessens, L. Goossens, P. Veys: Efficacy of Diclazuril Against Naturally Acquired Eimeria
Infections in Suckling Calves and Economic Benefits of Treatment, Cattle Practice Vol 13 Part 3, BCVA 2005)

Zum Vorkommen von Kokzidien wurden mehrere Studien durchgeführt. Eine Untersuchung 2006/
2007 in Schleswig-Holstein und der Wesermarsch hat ergeben, dass in mehr als 80 % der
untersuchten Betriebe in beiden Regionen krankmachende Kokzidienarten vorkommen.
Betrachtet wurden die Stall- wie auch die Weidehaltung. Diese Ergebnisse werden von
einer weiteren, bundesweit durchgeführten Studie 2007 bestätigt: auch hier sind in
mehr als 73 % der Betriebe krankmachende Kokzidienarten nachgewiesen worden.
Kokzidiose ist eine
Krankheit, die durch einzellige Parasiten (Kokzidien) verursacht wird, die im Darm-Trakt leben. Die Spezies, die
die Krankheit herbeiführen, werden überwiegend im Dünndarm gefunden und schädigen dort die Zellen
der Darmwand. Diese Zellschädigungen im Darm sind für die ökonomischen Schäden verantwortlich, die mit
Kokzidiose verbunden werden.