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Fleisch: Braten nicht Ursache von Darmkrebs

(aho/eule) Beim Grillen oder Braten von Fleisch und Fisch entstehen besonders viele heterocyclische Amine (HCA), chemische Verbindungen, die als cancerogen (krebserregend) gelten. Sie sollen die Ursache dafür sein, daß Fleischesser in manchen Studien gehäuft an Darmkrebs litten. In einer schwedischen Fall-Kontroll-Studie mit über 1000 Krebsfällen (Enddarm, Dickdarm, Niere und Blase) wurde zunächst anhand eines Fragebogens die üblicherweise verwendeten Garmethoden für Fleisch und Fisch festgestellt. Anschließend wurde „nachgekocht“, um den HCA-Gehalt der Speisen zu messen. Es fand sich im Vergleich zu den Eß- und Kochgewohnheiten von über 500 Kontrollpersonen keinerlei Unterschied in der HCA-Belastung.

Nun wird vermutet, daß die individuelle Enzymausstattung des Menschen über sein Krebsrisiko entscheidet. Nur wer die HCA besonders effizient aktiviert, soll durch Gegrilltes krebsgefährdet sein. Ein Beweis steht noch aus.

Quelle:

Augustsson K et al: Dietary heterocyclic amines and cancer of the colon, rectum, bladder, and kidney: a population-based study. Lancet 1999/353/S.703-707

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