Unterallgäu: Mehr als 14.000 Rinder auf Tbc untersucht; Vorgehen wird geändert
Mindelheim (aho) – Im Unterallgäu sind inzwischen 14.281 Tiere auf Rinder-Tuberkulose (Tbc) getestet worden. Bei zwei Tieren wurde Tbc festgestellt, wie das Veterinäramt am Unterallgäuer Landratsamt mitteilt. 215 landwirtschaftliche Betriebe sind mittlerweile komplett auf die Erkrankung untersucht. Drei Höfe sind gesperrt. Wegen Tbc-Verdachts getötet werden mussten bislang 133 Rinder.
Aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse haben die vier Allgäuer Landräte angekündigt, ihre Vorgehensweise zu ändern. Sind einzelne erste Testergebnisse fraglich, sollen die Betriebe im Normalfall nicht mehr sofort gesperrt, sondern genauere Untersuchungen abgewartet werden. Die Landräte sind der Ansicht, dass die derzeit vorgegebenen Restriktionsmaßnahmen die Landwirte sehr hart treffen und in der Regel stark über das sachlich gebotene Maß hinausgehen.
Im Unterallgäu finden flächendeckende Untersuchungen auf Rinder-Tbc statt. Nach den Vorgaben des bayerischen Umweltministeriums müssen 107.121 Tiere von 1.903 Betrieben auf Tbc untersucht werden.
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