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Risiko: Hunde als Quelle multiresistenter Krankheitserreger

Kopenhagen (aho) – Hunde, die wegen einer Hautinfektion mit Staphylokokken antibiotisch behandelt werden, infizieren ihre Besitzer häufig mit antibiotikaresistenten Keimen. Hierauf verweisen dänische Veterinärmedizin und Mikrobiologen in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals „Veterinary Microbiology“. Sie hatten zwischen September und Oktober 2002 insgesamt 13 wegen einer Pyodermie (eitrigen Hautinfektion) an der Kleintierklinik der Universität von Kopenhagen antibiotisch behandelten Hunde und ihre Besitzer auf das Vorkommen von resistenten Keimen untersucht. 13 Personen ohne täglichen Kontakt zu Hunden dienten als Kontrollgruppe. Insgesamt wurden von den Hunden 90 und von den Menschen 33 Stämme von Staphylococcus intermedius mittels Tupferproben gewonnen und näher untersucht. Es stellte sich heraus, daß sich fast jeder zweite Tierbesitzer (6 von 13) mit Staphylokokken seines Hundes infiziert hatte. Die isolierten Bakterienstämme waren gegen bis zu fünf Antibiotika resistent. Hierzu gehörten Penicilline, Fusidinsäure, Makrolide, Lincosamide, Tetracycline und Chloramphenicol. Nach Meinung der Wissenschaftler sollte der Möglichkeit, daß Resistenzgene von Staphylokokken des Hundes auf pathogene Staphylokokken beim Menschen übertragen werden, mehr Beachtung geschenkt werden.

Guardabassi, L., M. E. Loeber and A. Jacobson Transmission of multiple antimicrobial-resistant Staphylococcus intermedius between dogs affected by deep pyoderma and their owners Veterinary Microbiology Volume 98, Issue 1 , 14 January 2004, Pages 23-27

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