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Mutige Tierschützerin stellt osteuropäischen Hundehändlern eine Falle

Hannover (aho) – Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am Dienstag angekündigt, rigoros gegen die beiden Hundeschmuggler aus der Slowakei vorzugehen, die am vergangenen Freitag mit vier völlig verwahrlosten Hundewelpen auf einer Raststätte am Messegelände aufgegriffen wurden. „Die Tiere können sich nicht wehren“, wird Oberstaatsanwalt Thomas Klinge in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zitiert, „daher müssen wir bei derartigen Fällen entsprechend durchgreifen.“ Immer wieder würden Schmuggler, vornehmlich aus Osteuropa, auf Raststätten der Autobahn oder Bundesstraßen aufgegriffen, sagte Klinge der Zeitung.

Die beiden Slowaken im Alter von 21 und 27 Jahren waren nach bisherigen Ermittlungen am Mittwoch in ihrer Heimat mit elf Hunden in ihrem Renault Clio gestartet. Zum Zeitpunkt der Festnahme befanden sich noch zwei Staffordshire Terrier und zwei Mopswelpen im Fahrzeug der Schmuggler.

Der entscheidende Tipp für den erfolgreichen Zugriff auf die illegalen Hundeschieber kam von einer engagierten Tierschützerin aus Hannover, die den skrupellosen Geschäften auf Kosten hilfloser Tiere nicht länger tatenlos zusehen wollte. Die Frau hatte zum Schein auf eine Internetanzeige der Täter geantwortet und sich dann telefonisch mit den Verkäufern auf dem Parkplatz verabredet. Die Übergabe der „Ware“ wurde telefonisch aber immer wieder verschoben, so die Zeitung in ihrem Bericht. Am Freitagmorgen gegen 4 Uhr erschienen die beiden slowakischen Hundehändler schließlich auf einem Parkplatz in der Nähe des Messegeländes und wurden festgenommen.

Hundeschmuggler verstoßen gegen eine Vielzahl von Gesetzen und Bestimmungen. Ihnen drohen bis zu drei Jahren Haft. Aber auch die Käufer machen sich nach Auskunft des Zolls strafbar. Tierschützer warnen davor, Tiere aus Osteuropa aufzupäppeln und ihnen ein neues Zuhause zu vermitteln. Der Tiere würden in „Fabriken“ unter schlimmen Bedingungen gezüchtet. „Wer so einen Hund kauft, um Geld zu sparen, wird in der Regel ein krankes Tier bekommen und hohe Folgekosten haben“, mahnt ein Tierschützer in der Zeitung.

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