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Winterliche Kälte, kein Futter, kein Wasser: Halterin lässt Pferde verhungern

Klein Sien / Vogtshagen (aho) – Tierfreunde der „Tierhilfe Norddeutschland“ haben nach einem Hinweis auf einer Pferdekoppel in der Nähe von Rostock fünf abgemagerte Pferde entdeckt, die bei winterlichen Temperaturen ohne Futter und Wasser von ihrer Halterin ihrem Schicksal überlassen waren. Über sechs Stunden kämpften die Tierschützer um die tragende Stute Fajana. Leider vergeblich; eine Tierärztin musste das Leiden beenden. Am folgenden Tag lag der Wallach Valentin in seiner Box. Auch er musste in Folge einer verschleppten Lungenentzündung und der Erschöpfung eingeschläfert werden. Am 8.Februar musste die Stute Ischanett eingeschläfert werden. Sie war einfach – so die Tierschützer – erschöpft, hatte keine Lebensenergie mehr und war am Ende mit ihrer Kräfte.

Zu diesem Fall finden Sie ein Video auf dem aho-Videoportal.

8 Kommentare, Kommentar oder Ping

  1. Stephi

    Die Halterin sollte ebenfalls bei klirrender Kälte, irgendwo ohne Futter;wasser u sonstiges angebunden werden. 🙁

  2. Christine

    Ich drücke die Daumen, dass die 2 Pferde es gesundheitlich schaffen!
    Die Tierhilfe Norddeutschland sollte auf jeden Fall enstandene Rechnungen dieser Hilfsaktion beim zuständigen Veterinärsamt sowie bei der Halterin einreichen und Begleichung fordern, der Winter geht nun schon 3 Monate und solche gesundheitlichen Defizite enstehen nicht in 3 Tagen!
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand des Amtes da genau kontrolliert hat und es im Auge behalten hat, dann wäre das wohl nicht passiert!
    Aber unsere Vet-Ämter sind ja für derartige „Schlurereien“ bekannt!
    Ferner hoffe ich, dass diese Halterin ein lebenslanges Tierhalteverbot erhält!
    Mein Dank an die Tierhilfe Norddeutschland!

  3. mave

    Das ist nicht zu fassen – 🙁 – so etwas macht mich wütend und traurig.

  4. So etwas darf nicht mehr passieren! Immer und schon zu lange hört man von dem Versagen der Veterinäramter! Richtig wäre ein Disziplinarverfahren gegen die Beamten wegen Untätigkeit (die wir Bürger schließlich für ihre Arbeit bezahlen) einzuleiten und der Halterin mit Recht lebenslängliches Tierhalteverbot erteilen – daß wäre das Mindeste. Seltsam ist auch, dass dort anscheinend schon Nachbarn und der Landwirt selbst das Elend der Pferde bemerkt haben und nicht eingegriffen haben!
    Zivilcourage ist ein weiter Begriff der nicht nur das Mitgefühl beinhaltet sondern auch den daraus folgenden Mut zum Handeln ohne wenn und aber! Wieder ein trauriges Beispiel!
    Auch wir in Süddeutschland hatten eine Pferderettungsaktion von 7 Pferden beinahe zur selben Zeit. Obwohl unsere Anlage komplett belegt war schufen wir eine vorübergehende Möglichkeit die Pferde bei uns unterzubringen. Einsteller, Tierärzte, Reitschüler …alle halfen spontan und kostenlos für die Erstversorgung der „Gerippe“. Der Wetterdienst warnte bereits vor dem kommenden Kälteeinbruch. Eile war angesagt eine Stallung zu bauen. Tag und Nacht haben wir an der Weidehütte gearbeitet. Eine Baufirma half spontan in Sonntagsarbeit den Paddock wetterfest zu gestalten. Es war keine Zeit irgendeine Behörde zu fragen, ob wir als Landwirte eine genehmigungsfreie (!)Hütte aufstellen dürfen – wir haben einfach nur den Pferden geholfen, die den Kälteeinbruch nicht überlebt hätten!

    Prompt zeigte uns ein Beamter des Landwirtschaftsamtes selbst bei der Baubehörde an. Stadträte schrieben gegen uns Hetzparolen im hiesigen Tagblatt: „Die bauen wie sie wollen, die sollen sich an das ordentliche Genehmigungsverfahren halten!“ – waren die Worte. Doch hätten wir es getan, würden die Pferde nicht mehr leben. Für die nachträglich Genehmigung möchte man uns jetzt ein Bußgeld auferlegen. Doch den Stallbetreiber, wo die Pferde vorher waren belangt niemand!?

    Du liebe Welt, wo kommen wir denn hin, wenn Papier mehr wert ist als ein Lebewesen! Deshalb haben wir einen Aufruf gestartet unter http://www.reitanlage-waldlicht.com unter dem Link „was man so hört“

  5. bleibt zu hoffen das diese Halterin ein Lebenslanges und Bundesweites Betreuungs und Halteverbot bekommt.

    Nadine Dir viel Kraft – Du wirst sie brauchen, ebenso wie alle „Helferlein“

  6. Ursula Visconti

    Ich erlebe es leider immer wieder, dass irgendwelche Wichtigtuer ohne nachzudenken reagieren !
    gottseidank gab es in diesem fall „selbstbewusste“ Tierschützer, denen einzig und alleine die Rettung der Tiere am Herzen lag.
    Hut ab und ein herzliches Dankeschön an alle Helfer bei dieser Aktion !
    Wieso nicht schon viell früher eingegriffen wurde, ist mir ein Rätsel. Es sind sicher viele Menschen bei den Pferden vorbeigegangen, ohne sich um das Tierleid zu kümmern !!

  7. rickili

    Ich finde es auch schlimm, aber wenn Menschen verhungern, wergen Bankenwillkür interessiert es irgendwie keinen.

  8. Anette

    Hallo Leute eine positive Nachricht hab ich schon mal, sie hat die letzte Kraft in ihr Fohlen gesteckt. Ich habe den Zwerg jetzt und es geht ihm gut.

Reply to “Winterliche Kälte, kein Futter, kein Wasser: Halterin lässt Pferde verhungern”

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