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Infektiösen Anämie: Erkrankte Tiere werden euthanasiert

Gießen (aho) – Das Veterinärdezernat des Regierungspräsidiums Gießen (RP) hat unverzüglich die Tötung der Tiere angeordnet. Alle übrigen Pferde der Bestände wurden zunächst untersucht und unter amtliche Beobachtung gestellt. Um die betroffenen Höfe in Hüttenberg (Lahn-Dill-Kreis), Freiensteinau (Vogelsbergkreis) und Gladenbach (Landkreis Marburg-Biedenkopf) wurden von den Landkreisen in Abstimmung mit dem RP Sperrbezirke gebildet. Alle Einhufer, die sich innerhalb der Sperrbezirke aufhalten, werden untersucht, wobei alle bisherigen Untersuchungen negativ waren. Aufgrund der langen Inkubationszeit von mehreren Wochen kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich Pferde bereits angesteckt haben, auch wenn eine erste Blutuntersuchung negativ verlaufen ist. Daher sind weitere Blutuntersuchungen zwingend notwendig.

„Bei der Infektiösen Anämie handelt es sich um eine tödlich verlaufende Viruserkrankung, die mit Fieberschüben einhergeht und ausschließlich Einhufer wie Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel und Zebras befällt“, erläutert Dr. Michael Sallmann vom Veterinärdezernat beim RP. Die Krankheit würde vor allem durch Bremsen und andere stechende Insekten übertragen, aber auch durch direkten Kontakt, da erkrankte Tiere das Virus mit allen Körpersekreten und -exkreten ausschieden. Menschen oder andere Tiere können nicht erkranken.

Alle betroffenen Pferde wurden illegal von Rumänien nach Deutschland eingeführt. Da vermutlich noch weitere Tiere betroffen sind, appelliert der RP-Experte an alle Personen, die aus Rumänien stammende Pferde besitzen, sich umgehend mit der Veterinärbehörde ihres Landkreises in Verbindung zu setzen.

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