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Der Zoll beschlagnahmt am Frankfurter Flughafen zwei seltene Palmkakadus

Frankfurt (aho) – Zwei extrem seltene Palmkakadus hat der Zoll am Frankfurter Flughafen bei einem Touristen aus Lettland beschlagnahmt. Der Mann brachte die Tiere aus Thailand in seinem Reisegepäck mit und wollte ohne Anmeldung den Zoll passieren. Er gab an, die Vögel seien als Geburtstagsgeschenk für seine Schwester bestimmt gewesen. Die etwa 60 Zentimeter großen Tiere waren in eine Holzkiste gepfercht und dann in eine schwarze Sporttasche verpackt worden.

„Bei den Tieren, die überwiegend in Thailand und Australien verbreitet sind, handelt es sich um eine besonders streng geschützte Art, von denen es weltweit nur noch wenige Exemplare gibt. Ihre Haltung in Gefangenschaft gilt als äußerst kompliziert und aufwendig“, so Christine Kolodzeiski, Sprecherin des Zolls.
Dem Schmuggler droht ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen, die Tiertransportbestimmungen sowie versuchter Steuerhinterziehung.
Nach der eingehenden Veterinärkontrolle wurden die Tiere zur weiteren Beobachtung in Quarantäne gebracht und sollen später an geeignete Zuchteinrichtungen zur Hege übergeben werden.
Skrupellose Händler können auf dem einschlägigen Schwarzmarkt 15.000 Euro oder mehr für ein solches Exemplar erzielen, je nach Zustand und Herkunft der Tiere. Der Trend mit exotischen „Urlaubssouvenirs“ ist leider immer noch ungebrochen: Beim Hauptzollamt Frankfurt/Main-Flughafen wurden allein im ersten Halbjahr 2010 13.646 Einzelexemplare beschlagnahmt, darunter waren auch 4.550 lebende Tiere, z.B. Schildkröten, Schlangen und Leguane.
Im Gesamtjahr 2009 waren es 8.154 Einzelexemplare, darunter 3.068 lebende Tiere, 2.653 lebende Pflanzen und 2.267 Erzeugnisse aus geschützten Tieren und Pflanzen, informiert das Hauptzollamt Frankfurt am Main-Flughafen.

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