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Vieh verendet; Ernten ausgefallen: Hungertragödie in Ostafrika

Hannover (aho) – Über zwölf Millionen Menschen leiden aufgrund der Jahrhundertdürre am Horn von Afrika Hunger. Weil wegen der Dürre die Tiere der Viehhirten verendet sind und die Ernten ausfallen, sind die Preise für Nahrungsmittel explodiert. Worte wie „die schlimmste humanitäre Katastrophe der Welt“ und „eine Tragödie unermesslichen Ausmaßes“ fallen bei den Bildern, die diese Krise hervorruft.

Für Cristina Amara, Nothilfekoordinatorin der Weltagrarorganisation (FAO) war die Krise in Ostafrika lange absehbar. Sie forderte anlässlich eines Sondergipfels der FAO am Montag einen besseren Umgang von Viehbesitzern mit Weideland, eine bessere Gesundheitsvorsorge für die Tiere und die Einführung von trockenresistenteren Getreidesorten. Diese Maßnahmen könnten schon helfen, das Problem durch immer wiederkehrende Dürren gar nicht erst so groß werden zu lassen.

Rasche Hilfe ist jetzt essentiell. Daher ruft die Hilfsorganisation „Tierärzte ohne Grenzen“ in diesem Tagen verstärkt zum Spenden auf. Denn nur gemeinsam ist es möglich, diese unmenschliche Tragödie zu bekämpfen und Schlimmeres zu verhindern.

„Tierärzte ohne Grenzen“ (TOG) ist seit 1997 in Somalia, Kenia und Äthiopien tätig. Dürreprävention ist ein wichtiger Schwerpunkt in unserer Arbeit. Als Soforthilfemaßnahmen unterstütztz TOG derzeit mit der Verteilung von Lebensmitteln und Wasser. Wir führen dabei sogenannte „Destocking“ Aktivitäten durch: Wir leisten Überzeugungsarbeit, damit die von der Dürre betroffenen Menschen sich bereit erklären, schwache Tiere, vor allem Ziegen und Schafe zu schlachten und zur Eiweißversorgung ihrer Familien zu nutzen, während wenige ausgesuchte gesunde Tiere größere Chancen haben, die wenig verbliebenen Weide- und Wasserplätze zu nutzen und die Dürre so zu überleben, erläutert „Tierärzte ohne Grenzen“ in einer Medieninformation.
Langfristig sollen gemeinsam mit den Dorfgemeinden Notfallpläne erarbeitet, Wasserstellen entsandet, Brunnen gebaut, „Cash for Work“ Maßnahmen durchgeführt und das sogenannte „Village Community Banking“ umgesetzt werden.

Spendenkonto: 043 43 43 300
BLZ: 251 900 01
Hannoversche Volksbank
Stichwort: Dürre Somalia

„Tierärzte ohne Grenzen“ im Internet

Tierärzte ohne Grenzen e.V. ist eine Organisation zur Entwicklungszusammenarbeit. Unter dem Motto „Wenn Tiere Leben bedeuten“ engagiert sich Tierärzte ohne Grenzen für Menschen in Afrika, die von der Nutztierhaltung leben. Der Verein besteht seit 1991 und hat derzeit rund 240 Mitglieder in Deutschland. Mit vier Mitarbeitern in der Bundesgeschäftsstelle Hannover und mehr als 120 Mitarbeitern in Afrika werden nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ ganzheitliche Projekte in den Bereichen Tiergesundheit, Ernährungssicherung, Lebensmittelhygiene, Agrarwirtschaft, Einkommenssicherung, Dürreprävention, Infrastruktur und Wiederaufbau sowie Forschung durchgeführt. In Deutschland veranstaltet Tierärzte ohne Grenzen e.V. neben anderen Aktivitäten einmal jährlich den Aktionstag Impfen für Afrika!, an dem teilnehmende Tierärzte in Deutschland die Hälfte ihrer Impfeinnahmen für Projekte des Vereins spenden.

1 Kommentar, Kommentar oder Ping

  1. 12 Millionen Menschen verhungern und deutsche Bauern haben 2010 1,5 Millionen Tonnen Getreide (!!!!!!) „versprittet“, wie es im Fachjargon heisst.

Reply to “Vieh verendet; Ernten ausgefallen: Hungertragödie in Ostafrika”

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