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Regionale Produktion unzureichend: Vier Millionen Eier falsch etikettiert, Kontrollen umgangen

Graz (lme) – Osterreich wird von einem Eierskandal erschüttert. Nach Recherchen der in Graz erscheinenden „Kleinen Zeitung“ soll ein als Genossenschaft organisierte oststeirische Eierhandelsfirma seit August vorigen Jahres vier Millionen Eier aus Polen und Ungarn als steirisches Produkt aus Boden- und Freilandhaltung verkauft haben. Offensichtlich konnte das Unternehmen den Bedarf an Eiern aus den Anlieferungen regionaler Produzenten nicht mehr decken und sah sich deshalb veranlasst, aus osteuropäischer Produktion zuzukaufen. Woche für Woche wurden so 100.000 bis 150.000 Eier angeliefert und mit einem neuen Etikett zum regionalen Produkt aufgewertet und an österreichische Handelsketten und Industriebetriebe geliefert. Oft zierte auch das sogenannte „AMA-Gütesiegel“ die Mogelpackung.

Der Geschäftsführer soll von Firmenangehörigen mehrmals darauf aufmerksam gemacht haben, dass das Umetikettieren verboten ist, so die Zeitung in ihrer ausführlichen Berichterstattung. Das Landeskriminalamt Steiermark (LKA) bestätigte am Freitag entsprechende Ermittlungen, nachdem mehrere Mitarbeiter des Betriebes die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hatten.

Wie die Kontrollen der „AMA“ (Agrarmarkt Austria) und der „Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung“ (KAT) mit Millionen von Eiern umgangen werden konnten, müssen nun die Ermittler klären. Die „Erzeugergemeinschaft Frischei“, der die betroffene Firma angehört, beliefert sämtliche große Handelsketten in Österreich, aber auch Krankenhäuser und Altersheime sowie Bäckereien und Teigwarenproduzenten. Die Handelsriesen haben nach Bekanntwerden der Vorwürfe bereits ihre Verträge gekündigt, so die Zeitung

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