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Gesunde Ostern für Hoppel & Co.: Die Bundestierärztekammer rät zum Impfschutz für Kaninchen, die im Freien gehalten werden

(BTK/Berlin) Wenn die Osterfeiertage warm und sonnig werden, kommen viele Kaninchenbesitzer auf die Idee, ihren Tieren etwas Gutes zu tun: Sie siedeln sie ins Freigehege um oder lassen Hoppel & Co. im Garten herumhüpfen. Warum auch nicht, denn Kaninchen genießen das frische Gras und die warmen Sonnenstrahlen. Doch Vorsicht: Im Freien kommen jetzt auch Stechmücken und Flöhe „in Schwung“, und die können die Erreger der meist tödlich verlaufenden RHD und der Myxomatose
übertragen …

Ausgelöst wird die Myxomatose durch das Myxomatose-Virus, das Anfang der 50er Jahre aus Südamerika nach Europa eingeschleppt wurde. Hauptüberträger ist die Stechmücke, die beim Blutsaugen das Virus auf andere Tiere übertragen kann. Die Infektion erfolgt auch durch infiziertes Futtergras oder durch den Kaninchenfloh und kann über infektiöses Nasensekret sogar direkt von Tier zu Tier übertragen werden. „Besonders Wildkaninchen werden immer wieder vom Ausbruch der Myxomatose heimgesucht. Man sieht die armen Tiere dann auf den Wiesen hocken, mit eitrigen Augen und geschwulstartigen Schwellungen im Kopfbereich. Bei schwerem Krankheitsverlauf in ungeimpften Beständen sterben die Tiere völlig entkräftet durch Atem- und Schluckbeschwerden“, so Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.

Eine ähnlich schlimme Krankheit ist die RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease). Weil sie erstmals 1983 in China beobachtet wurde, wird sie auch als „Chinaseuche“ bezeichnet. Übertragen wird das Virus ebenfalls durch Mücken- oder Flohstich, von Tier zu Tier oder auch direkt über das Grünfutter. Der Krankheitsverlauf ist heftiger als bei der Myxomatose – infizierte Kaninchen sterben oft ohne vorherige Anzeichen unter heftigen Erstickungskrämpfen und Schmerzen, blutiger Schaum tritt aus der Nase, sie biegen den Kopf nach hinten oder bewegen sich zwanghaft im Kreis.

„Medikamente gibt es gegen beide Erkrankungen nicht. Der einzige Schutz ist die jährliche RHD- und die halbjährliche Myxomatose-Impfung, zu der wir allen Kaninchenliebhabern, die ihre Tiere im Freien halten, dringend raten!“, so Prof. Mantel weiter. Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, zum Beispiel bei Zuchthäsinnen oder in Risikogebieten.“

1 Kommentar, Kommentar oder Ping

  1. Uschi

    Und nicht vergessen: auch Kaninchen in INNENhaltung müssen regelmäßig geimpft werden!

    Mücken kommen überall hin.
    Außerdem können wir (Menschen) z.B. den Kot von erkrankten Wildkaninchen an unseren Schuhen oder durch gesammelte Wiese mit in die Wohnung bringen.

Reply to “Gesunde Ostern für Hoppel & Co.: Die Bundestierärztekammer rät zum Impfschutz für Kaninchen, die im Freien gehalten werden”

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