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Europäische Landwirte produzieren weniger Eier +++ Deutsche Erzeugung sinkt um 17 Prozent

weniger_eier_260L P D – Eier werden in vielen Variationen als hochwertiges und preisgünstiges Lebensmittel geschätzt. Doch die Eierproduktion in der Europäischen Union ist rückläufig, berichtet der Landvolk-Pressedienst. So schätzt die EU-Kommission die aktuelle Konsumeierproduktion für alle 27 Mitgliedsländer auf insgesamt knapp 6,25 Mio. Tonnen (t), das wären knapp drei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Wichtigster Eierproduzent der Gemeinschaft bleibt auch in diesem Jahr Frankreich mit einer Produktion von 857.000 t, obwohl die Erzeugung um 1,9 Prozent zurückgegangen ist. Mit einer etwas geringeren Erzeugung wird auch für Italien und Spanien gerechnet, während die italienischen Hennenhalter mit 705.000 t rund 0,8 Prozent weniger Eier produzieren als 2008, soll die Produktion in Spanien um knapp zwei Prozent auf 697.000 t sinken. Die größte Einschränkung wird jedoch für Deutschland erwartet, wo mit 605.000 t fast 17,1 Prozent weniger Hühnereier erzeugt werden als im Vorjahr. Dagegen rechnen die Statistiker für die Niederlande und Großbritannien entgegen dem EU-weiten Trend mit leichten Produktionsausweitungen um jeweils 0,2 Prozent. Die Erzeugung für die Niederlande wird auf 579.000 t und die für Großbritannien auf 577.000 t veranschlagt. Zu den größten Eierproduzenten der EU zählt darüber hinaus Polen mit 534.000 t, in allen übrigen EU-Staaten werden jeweils weniger als 330.000 t Eier erwartet.

Die rückläufige Eiererzeugung in der EU führen Experten vor allem auf die erheblichen Produktionseinschränkungen in Deutschland zurück. Den Erzeugern hierzulande macht das vorgezogene Verbot der klassischen Käfighaltung für Legehennen zu schaffen, das in der EU erst ab 2012 gelten wird. So geht die Europäische Marketing Agentur (EMA) davon aus, dass aufgrund der anhaltenden Umrüstung der Ställe im August fast 30 Prozent der deutschen Haltungskapazitäten nicht genutzt wurden. Besonders in Niedersachsen, wo die meisten Legehennen in Deutschland gehalten werden, sollen die Umbauten noch immer andauern. Der Tiefpunkt der deutschen Eierproduktion soll aber mittlerweile erreicht sein. Vom gestiegenen Importbedarf in Deutschland können vor allem die holländischen und polnischen Legehennenhalter profitieren. Schließlich isst jeder Deutsche mit 211 Stück inzwischen wieder sechs Eier mehr als vor drei Jahren. Marktexperten bewerten die Konsumeiererzeugung für das kommende Jahr wieder optimistischer. Allein die deutsche Eierproduktion soll nach den dann abgeschlossenen Umbauarbeiten um 5,8 Prozent auf 640.000 t Konsumeier zunehmen und so verloren gegangene Marktanteile zurückerobern. Auch Frankreich und Spanien sollen mehr Hühnereier produzieren, während die Produktion in den übrigen Mitgliedsländern stagnieren könnte. Insgesamt könnte die Konsumeierproduktion in der EU im kommenden Jahr um rund ein Prozent auf 6,5 Mio. Eier wachsen.

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