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Hundehalsbänder gegen Parasiten bei Kindern

London (pte) – Für Kinder, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, können Hundehalsbänder mit Insektiziden lebensrettend sein. Das erklärte der Wissenschaftler Clive Davies von der London School of Hygiene nach einer Untersuchung an Kindern im Iran. Demnach gingen in Dörfern, in denen Hunde die Halsbänder tragen, Fälle von Leishmaniose an Kindern drastisch zurück. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit wurden im Wissenschaftsmagazin New Scientist veröffentlicht.

Leishmaniose (Leishmania infantum) ist eine durch Sandfliegen übertragene Infektionskrankheit. Sie ist in 70 Ländern in Lateinamerika, Afrika, Europa und Asien heimisch. Haushunde sind die wichtigsten Überträger für die Parasiten. Die Forscher haben in einem Gebiet im Nordwesten von Iran mit der Untersuchung begonnen und in neun Dörfern alle Haushunde mit den Hundehalsbändern mit Deltamethrin versehen. In den Ortschaften gab es jährlich zwischen 100 und 500 Fälle von Leishmaniose. Die Tests zeigten, dass in den Ortschaften Leishmaniose-Fälle um mehr als 50 Prozent zurückgingen.

Die viszerale Leishmaniose entwickelt sich in nur bei jedem zehnten Kind. Die gefährliche Erkrankung führt zu Fieber, geschwollener Leber und Milz und endet unbehandelt meist tödlich. Jährlich erkranken etwa 500.000 Kinder daran. Medikamente zur Behandlung sind schwer erhältlich und teuer und deren Nebenwirkungen führen auch zu schweren Erkrankungen.

Davies und sein Team haben im zweiten Jahr den Forschungsversuch auf weitere 80 Dörfer ausgedehnt. Die Hundehalsbänder sind in Europa überall erhältlich und kosten rund zehn Euro. Davies nimmt an, dass die Kosten durch eine Massenproduktion und öffentliche Hilfe drastisch gesenkt werden können.

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