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Stadt Münster: Fledermaus hatte Tollwut +++ Mehrere Personen aus Münster werden vorbeugend geimpft

Münster (SMS) – In Münster ist bei einer Fledermaus Tollwut nachgewiesen worden. Das Tier – eine Breitflügelfledermaus – befand sich bei einer Familie in Pflege und hat drei Personen gebissen. Damit besteht Gefahr, dass sie mit dem Virus infiziert worden sind, das die Tollwut auf Menschen überträgt. Die Betroffenen werden jetzt prophylaktisch gegen Tollwut geimpft. „Die Impfung ist gut verträglich und bietet einen hochwirksamen Schutz vor schwerem Krankheitsverlauf. Ohne Impfung führt die Infektion fast immer zu einer tödlichen Gehirnentzündung“, so Dr. Norbert Schulze Kalthoff, der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes.

Zunächst bestand nur ein Verdacht, am Freitagvormittag traf dann aber beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt das Ergebnis des Schnelltests ein: Die Fledermaus hatte Tollwut. „Das Tier war von einer Familie gefunden und in die Pflege einer weiteren Familie gegeben worden. Dort wurde es zusehends kranker, es hat ihre beiden Pfleger und die Finderin gebissen“, berichtet dessen stellvertretender Leiter Dr. Giovanni Serra. Glücklicherweise wurde das Veterinäramt benachrichtigt, so dass das Tier sofort untersucht und Impfstoff bestellt werden konnte. Auch drei weitere Personen, die ebenfalls Kontakt zu der Fledermaus hatten, sollen geimpft werden.

Dass Fledermäuse – wie übrigens viele andere warmblütigen Tiere – von dem Virus infiziert werden können, ist bekannt. Tatsächlich kommt es hierzulande allerdings selten vor, dass der Erreger durch direkten Kontakt mit dem Tier oder zum Beispiel beim Umgang mit Fledermaus-Kästen auf den Menschen übertragen wird. „Im Veterinäramt ist aus den letzten Jahrzehnten für Münster kein einziger Fall bekannt. Personen, die mit potenziell infizierten Tieren in Kontakt kommen können, lassen sich in der Regel ohnehin vorbeugend impfen“, so Dr. Serra.

Auch im Gesundheitsamt ist aus den vergangenen Jahren für Münster kein Todesfall durch Tollwut bekannt. Gleichwohl sollte man die Sache ernst nehmen. Dr. Schulze-Kalthoff: „Wer mit einer Fledermaus Kontakt hat, sollte sofort den Arzt aufsuchen, damit gegebenenfalls rechtzeitig geimpft werden kann.“

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