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Thüringen: Acht Pferde aufgrund Infektiöser Anämie eingeschläfert

Erfurt (aho) – Auf einem Reiterhof im Weimarer Land mussten am Mittwoch acht Reitpferde auf amtliche Anordnung eingeschläfert werden. Bei ihnen wurden durch das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems am Dienstag eindeutig Erreger der „Infektiösen Anämie“ festgestellt. Der betroffene Betrieb ist seit mehreren Tagen bereits gesperrt, ebenso die acht Kontaktbetriebe in drei Kreisen, so das Sozialministerium in Erfurt.

Die Landestierärztekammer geht aber davon aus, dass sich diese Zahl deutlich erhöhen wird. „Pferde des betroffenen Hofes waren auf Reitsportveranstaltungen in Thüringen“, erklärte Präsident Uwe Landsiedel.

Der Pferdehalter wird aus der Thüringer Tierseuchenkasse entschädigt. Die Krankheit ist nicht auf Menschen übertragbar.

Bei der Infektiösen Anämie handelt es sich um eine fieberhafte Blutarmut, von der Pferde, Zebras und Esel betroffen sein können. Eine Impfung gegen diese Krankheit ist bisher nicht möglich. In fast allen Fällen endet diese Krankheit tödlich. Infizierte Tiere müssen getötet werden, um eine Ausbreitung des Erregers zu verhindern, bzw. deren Leiden abzukürzen. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sechs Wochen.

Nachdem der Infektionsherd nunmehr beseitigt ist, soll in etwa drei Wochen eine weitere Blutuntersuchung bei den betroffenen Betrieben zur Kontrolle stattfinden. Wenn der Erreger dann nicht festgestellt wird, werden diese Betriebe wieder freigegeben.

Pferdehaltern in Thüringen wird empfohlen, ihre Tiere genau zu beobachten. Die Krankheit ist mit Fieber und Abmagerung verbunden. Sollten Symptome auftreten, sollte sofort ein Tierarzt benachrichtigt werden.

Bei den gesperrten Betrieben ist zu beachten, dass nur solche Personen Zutritt haben, die für die Versorgung der Tiere unbedingt erforderlich sind. Pferdehalter sollten gegenwärtig auf Besuche und Besichtigungen anderer Ställe verzichten.

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