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Resistente Keime auch bei Hunden und Katzen

(aho) Bisher erstreckte sich die Diskussion um resistente Keime nur auf die Anwendung von Antibiotika beim Menschen und bei Tieren in der Landwirtschaft. Wie eine Untersuchung der Bundesanstalt für veterinärmedizinische Untersuchungen Graz belegt, findet man resistente Keime auch bei Hunden und Katzen. Auch hier werden von den Tierärzten Antibiotika eingesetzt. In dieser Studie wurden insgesamt 329 (238 hämolysierende und 154 nichthämolysierende) E.-coli-Stämme aus Kot oder Darminhaltsproben an Enteritis (Durchfall) erkrankter bzw. verendeter Hunde und Katzen isoliert. Alle getesteten E.-coli-Isolate erwiesen sich gegen mindestens eines der neun im Resistenztest (Agardiffusionstest) verwendeten Chemotherapeutika (Antibiotika) als resistent. 7,1 bzw. 8,8% zeigten Einfachresistenz und 92,9 bzw. 91,2% Mehrfachresistenz. Die Ergebnisse sind bemerkenswert, da Hunde und Katzen oft in einer engen Gemeinschaft mit dem Menschen leben, und so resistente Keime unmittelbar vom Tier auf den Menschen übertragen werden können.

F. Breitwieser: Untersuchungen zur Pathogenität hämolysierender und nichthämolysierender Escherichia coli von Proben aus an Enteritis erkrankten oder verendeten Hunden und Katzen, Tierärztliche Praxis Heft 6, 1999

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