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Vorsicht bei tierischen Weihnachtsgeschenken

ZZF warnt vor tierschutzwidrigem Zubehör

(aho) Weihnachten steht vor der Tür und auf vielen Wunschzetteln Hund, Katze, Maus sowie tierisches Zubehör. Wer ein Heimtier verschenken möchte, muß sich unbedingt vergewissern, ob der zukünftige Besitzer auch in der Lage ist, das Tier artgerecht zu halten. Sonst wird aus der gutgemeinten Weihnachtsüberraschung eine große Enttäuschung für Tier und Mensch. Kinder, die mit glänzenden Augen vor Vogel- oder Nagerkäfigen stehen, haben selten die Haltungs- und Pflegebedingungen der Tiere im Kopf. Der innige Wunsch nach einem Tier ist nicht immer die Garantie für eine Verantwortung, die ein Tierleben lang besteht. Deshalb sollten sich Eltern vor dem Kauf vom Zoofachhändler beraten lassen und dabei folgende Fragen klären:

Hat der zukünftige Tierhalter ausreichend Raum und Zeit für die Betreuung? Ist die Tierhaltung in der Wohnung erlaubt? Besteht möglicherweise eine Allergie gegen Tierhaare? Entspricht das Tier den Erwartungen des Beschenkten (Schmuse- oder Beobachtungstier, nacht- oder tagaktiv)? Ist die Betreuung während des Urlaubs oder im Krankheitsfall gewährleistet? Paßt die Lebenserwartung des Heimtieres zum Alter des Beschenkten? Will und kann sich dieser so lange um das Tier kümmern?

Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) empfiehlt, zunächst Fachliteratur über artgerechte Tierhaltung zu verschenken. Der zukünftige Heimtierhalter kann sich dann mit den Ansprüchen seines Wunschtieres vertraut machen. Und anstelle eines Heimtieres sollte man lieber einen Geschenkgutschein unter den Tannenbaum legen.

Heimtierhalter, die ihrem Liebling tierisches Zubehör schenken möchten, sollten sich genauestens informieren. Rundkäfige, Hamsterkugeln oder Netzhängematten – was unseren Heimtieren angeblich Freude macht, kann sie unter Umständen schwer verletzen. Für den Tierfreund ist gefährliches Zubehör oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Deshalb hat der ZZF eine Checkliste mit tierschutzwidrigem Zubehör erstellt. Berühmt- berüchtigt ist laut ZZF-Präsident Klaus Oechsner beispielsweise das tierquälerische Goldfischglas: „Fehlende Rückzugsmöglichkeiten in der viel zu kleinen Kugel, mangelhafter Gasaustausch an der Wasseroberfläche und ein formbedingter verzerrter optischer Eindruck der Umgebung machen das Goldfischglas zu einem Folterinstrument. Fische können nicht schreien, deshalb sind Goldfischgläser leider immer noch in Gebrauch“.

ZZF – Pressemeldung vom 23.11.99

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