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Resistente Keime auch in der Kleintierpraxis +++ Risiko für Tierbesitzer

Ottawa (aho) – Kanadische Veterinärmediziner haben die Unterlagen einer veterinärmedizinischen Hochschulklinik über einen Zeitraum von 15 Jahren (1984-1998) ausgewertet. Ihre Absicht war, das Resistenzverhalten von Staphylokokken (S. aureus, S. intermedius) zu prüfen, die bei Infektionen von Hunden isoliert wurden. Die Resistenzlage spiegelte recht genau die in der Klinik verwendeten Antibiotika wieder. Je nach Häufigkeit des Gebrauches einzelner Antibiotikagruppen sanken oder stiegen ihre Resistenzquoten.

Bei Blasen- und Niereninfektionen beobachteten die Untersucher eine Zunahme von multiresistenten Enterokokken. Zeitgleich kam es zu einer leichten Steigerung bei den Keimen Enterobacter spp. und Pseudomonas aeruginosa, die eine natürliche Resistenz gegen eine ganze Reihe von Antibiotika besitzen.

Eine Befragung von nordamerikanischen (USA u. Kanada) veterinärmedizinischen Hochschulkliniken erbrachte, dass nur wenige Institutionen eine konkrete Politik bei der Verwendung von sogenannten „Reserveantibiotika“ verfolgten. Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass resistente Keime von Hunden unmittelbar auf ihre Besitzer übergehen können; sich dort ansiedeln und ihre Resistenzgene an andere Keime der Körperflora weiter geben. In diesem Zusammenhang plädieren die Autoren auch in der Kleintierpraxis für einen sorgfältigen und überlegten Umgang mit Antibiotika. Zudem raten sie insbesondere Kleintierkliniken, ein wissenschaftlich fundiertes Managementsystem zur Vermeidung von Infektionen zu etablieren.

John F. Prescott, W.J. Brad Hanna, Richard Reid-Smith, Kelli Drost Antimicrobial drug use and resistance in dogs Can Vet J 2002;43:107-116

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