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Parkverbot für Hamburger Hunde

Hamburg (aho) – Der Streit zwischen der Hamburger Stadtverwaltung und Hundebesitzern eskaliert. Nachdem die Stadt Hamburg für zwei Parkanlagen ein Hundeverbot erlassen hat, lässt der Hamburger Tierschutzverein nach eigenen Angaben derzeit prüfen, ob eine Klage gegen die Hundeverbote im August-Lütgens-Park sowie im Unnapark in der Hansestadt Aussicht auf Erfolg hätte. Bis Montag solle geklärt werden, ob die Maßnahme gegen das Grundgesetz verstoße, kündigte der Geschäftsführer des Tierschutzvereins, Wolfgang Poggendorf laut einem Bericht des NDR an. Zahlreiche Beschwerden hätten das Hundeverbot in den beiden Parks notwendig gemacht, teilte ein Sprecher des Städtischen Ordnungsdienstes mit. In der Stadt gäbe es 44 Hunde-Freilaufflächen, acht davon in Altona, auf die ausgewichen werden könnte. Der August-Lütgens-Park in Altona ist seit Freitag für Hunde komplett gesperrt. Zunächst sollen während einer zweiwöchigen Übergangszeit Hundebesitzer, die dagegen verstoßen, nur mündlich verwarnt werden. Nach Ablauf dieser Frist werden Verstöße mit Bußgeldern von bis zu 150 Euro bestraft. Die Maßnahme ist auf ein Jahr befristet, danach wird über eine Verlängerung entschieden. Der Altonaer Bezirksamtsleiter Hinnerk Fock (FDP) erklärte laut einem Zeitungsbericht, dass man mit dem Verbot dem Wunsch der Anwohner folge: „Seit Jahren gibt es Beschwerden über verdreckte Wiesen und bellende Hunde. In der Nähe des Parks befindet sich eine Schule, das ist Grund genug, auf Hunde im Park zu verzichten.“ Norbert Smekal von der Innenbehörde erklärte, man werde das Hundeverbot konsequent durchsetzen. „Die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes sind mit Pfefferspray und bisssicherer Kleidung ausgestattet. Im Vordergrund steht aber die Aufklärung der Hundebesitzer durch intensive Gespräche.“ Schon seit zehn Jahren ist der Unnapark im Bezirk Eimsbüttel für Hunde gesperrt. Der zuständige Fachbereichsleiter Heiner Baumgarten erklärt: „Was im Unnapark seit einem Jahrzehnt funktioniert, soll auch hier im August-Lütgens-Park erfolgreich sein.“ Positiv steht Michael Fuchs, Tierschutzbeauftragter der CDU, der neuen Hundeverordnung gegenüber: „Die meisten Hundebesitzer lassen ihre Hunde ohne Leine im Park laufen und kümmern sich nicht um den Hundekot. Das Verbot ist auch gleichzeitig eine Prävention gegen Übergriffe von Hunden auf Kinder.“ Laut Reinhard Fiedler, Sprecher der Stadtreinigung Hamburg, landen täglich 12.000 Kilogramm Hundekot landen täglich auf Hamburgs Gehwegen und Grünflächen. Erfreut zeigen sich laut einem Bericht der „Welt“ einige Anwohner. Kommentar eines Anwohners des August-Lütgens-Parks: „Im Sommer riecht es unerträglich nach Hundekot, selbst ein normales Picknick ist nicht mehr möglich. Ich hoffe, dass das Hundeverbot auch konsequent kontrolliert wird.“ Die meisten Hundebesitzer halten sich nach Angaben der Stadtreinigung in Hamburg nicht an die Pflicht, die Fäkalien ihrer Lieblinge zu beseitigen. So bringt es Hamburg auf 4.000 Tonnen Hundekot pro Jahr.

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