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Betrug, Tierquälerei, Psychopharmaka: Pferdehändler muss in Haft

Augsburg (aho) – Weil er über Jahre hinweg kranke Pferde aus dem Ausland gekauft und dann weiterverkauft hat, wurde jetzt ein 42-jähriger Pferdehändler aus dem nördlichen Landkreis Augsburg vom Schöffengericht Augsburg wegen mehrfachen Betrugs, Tierquälerei und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig. Sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft verzichten auf Rechtsmittel.

Die Staatsanwaltschaft warf dem einschlägig Vorbestraften vor, seit Herbst 2005 einen nicht angemeldeten Pferdehandel betrieben zu haben. Verletzungen oder Verhaltensauffälligkeiten der Pferde soll der Angeklagte mit Arzneimitteln (Beruhigungsmitteln) gegenüber seinen Kunden verschleiert haben. So verkaufte der Verurteilte einen mit Psychopharmaka ruhiggestellten Wallach als „Therapiepferd“. Ohne Medikation zeigte sich das Tier als aggressiv und dominant.

Acht Geschädigten entstand dadurch ein Schaden von mehr als 10.000 Euro. Zusätzlich hat der Beschuldigte in zwei Fällen Pferde aus Frust und Jähzorn unter anderem mit einem Holzstock minutenlang geschlagen. Einem Amtsveterinär hatte er bei einer Kontrolle im Februar 2010 zwei gefälschte Equidenpässe (Pferdepässe) vorgelegt.

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