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Kurier am Sonntag: Kommentar von Frauke Fischer zu sogenannten Kampfhunden

Pit_bull_maulkorbBremen (ots) – Das Anliegen der Demonstranten am Sonnabend auf dem Bremer Marktplatz war ehrenwert. Sie appellierten an Politiker nicht nur in der Hansestadt, sondern quasi weltweit, Hunde nicht länger aufgrund angeblich gefährlicher Rassen zu verbieten, sondern stattdessen auf Hundeführerschein und Halterkunde zu setzen. Dass Pitbull Terrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier, die Kreuzungen und Mischlinge dieser Rassen – wie sie die Rasseliste in Bremen nennt – nicht von Geburt an gefährlich sein müssen, mag richtig sein. Es könnte doch zunächst einmal für vierbeinige Lebewesen die gleiche Unschuldsvermutung wie für Menschen gelten. Insofern stimmt auch der Slogan der Tierfreunde, die das Image der sogenannten Kampfhunde gern verbessern möchten: „Der Mensch ist das Problem.“ Diese Erkenntnis umfasst aber zwangsweise auch noch eine andere Wahrheit: Viele dieser Pitbulls und „Staffis“, wie sie zärtlich von ihren Besitzern genannt werden, stammen aus Züchtungen, in denen es über lange Zeit genau darum ging, die aggressivsten Exemplare miteinander zu kreuzen – sei es für Hundekämpfe oder nur, um das Ego ihrer Macho-Besitzer zu stärken. Viele dieser Vierbeiner sind auf Gedeih und Verderb von Geburt an Haltern und deren „Erziehungsmethoden“ ausgeliefert gewesen. Die Lebens- und Leidensgeschichten dieser Tiere klingen schrecklich. Doch diese Wahrheit hat nichts mit der Notwendigkeit zu tun, in Kommunen und Ländern Regelungen zu finden, wie Gefahren eingedämmt werden können, die möglicherweise von diesen (und anderen) Hunden (und ihren Haltern) ausgehen. Dass Bremen als dicht besiedeltes Gebiet dabei andere Wege geht als ein Flächenland wie Niedersachsen, ist auch erklärlich. Berechtigt sind dabei die Zweifel an der Auswahl der Hunderassen auf der Bremer Liste. Was ist mit Dobermann, Schäferhund oder Rottweiler? Je nach eigenen Erfahrungen mögen Menschen die Liste im Geiste ergänzen. Ganz klar: „Der Mensch ist das Problem.“ Doch einen Wesenstest für alle Menschen gibt es eben nicht. Insofern sind Regeln für Schutz und Vorsorge in vielen Bereichen des Zusammenlebens nötig, auch wenn sie manchem Menschen und manchem Tier nicht gerecht werden.

9 Kommentare, Kommentar oder Ping

  1. die-mit-dem-kopf-schüttelt

    Was wollte uns Frauke Fischer mit ihrem Kommentar sagen? Das erschließt sich mir jedenfalls nicht. Im Journalismus ist der Kommentar ein Meinungsbeitrag zu einem Thema. Eine (eigene) Meinung hat Frau Fischer zu diesem Thema m. E. nicht.

    Ob sie wohl schon einmal in ihrem Leben einen AmStaff (oder einen anderen Listenhund) gestreichelt hat? Ich glaube es nicht.

    Irgendwie klingt es für mich nur wie hohles Sommerloch-Geblubber…..

  2. Kerstin Braun

    Durch die Zeilen heißt es wohl das jene Dame absolut dafür ist DAS Hunde auf GRund ihrer Rasse diskriminiert werden & eben auch ihre Halter !

    Unfassbar & erbärmlich das immer noch die alte Mär von gewissen gefährlichen Rassen in den Köpfen verankert ist !

    Wer nur ein bisschen Ahnung von HUnden hat der weiß DAS das obere Ende der Leine das Problem ist…..egal ob mit Bullterrier – Schäferhund oder Mops….

    ZUm Glück gab s auf der DEmo ganz viele Bremer & Touristen die teils erschüttert waren das HUnde eben NUR wegen ihrer Rassen verboten sind & das auch jene der meinung waren = Halterkunde = ja /// Hunde Rasseliste = nein

  3. Peter

    Hallo,

    da hat Frau Fischer am Samstag gesehen, dass die Vorurteile gar nicht stimmen und trotzdem kommt sie dann wieder mit den Vorurteilen um die Ecke. Es ist nicht so, dass die Besitzer ihr Ego aufpolieren wollen. Es gibt Einzelfälle wie überall, aber das reicht doch nicht aus, um ein generelles Urteil zu fällen über die Halter und ihre Hunde. Das Thema Hundeerziehung ist bei allen Haltern ein entscheidendes Thema, zu glauben, dass Halter einer bestimmten Rasse, ihre Hunde nicht gut erziehen ist abenteuerlich. Wenn sie eine Rasseliste verteidigt, aber zugeben muss, dass eben auch andere Hunde eine Gefahr darstellen können, sollte doch irgendwie klar sein, dass dies Rasseliste eben nicht das richtige Mittel ist. Was kann der Halter eines Bullterriers dafür, wenn beispielsweise ein Labrador beißt? Das einzelne Personen, abhängig von ihren Erfahrungen unterschiedliche Rassen auf die Liste stellen würden ist nachvollziehbar, zeigt es doch, dass man beim anderen immer besser weiß, wo er noch aufpassen soll. Aber selbst für sich die größte Freiheit beansprucht. Es ist heuchlerisch zu sagen, dass man das allgemein Wohl im Sinn hat, wenn man einfach nur nach den eigenen Erfahrungen, bzw. auch nur aus einem Angstgefühl ohne wirkliche Gefahr, handelt. Es ist auch schön, wie Frau Fischer das Problem erkannt hat, den Menschen selber, aber sich da dann nicht rantraut, also müssen Hunde, bzw. einzelne Menschen diskriminiert werden. Frau Frauke hat mit ihrem Artikel lediglich gezeigt, wie einige denken, „solange es mir nicht schadet, will ich bei anderen mehr Regelungen.“. Wenn Menschen nicht bereit sind, sich an Regeln zu halten, sollten sie selber für andere auch nicht nach mehr Regeln schreien.

  4. Gabi Woiwode

    ZITAT: Diese Erkenntnis umfasst aber zwangsweise auch noch eine andere Wahrheit: Viele dieser Pitbulls und “Staffis”, wie sie zärtlich von ihren Besitzern genannt werden, stammen aus Züchtungen, in denen es über lange Zeit genau darum ging, die aggressivsten Exemplare miteinander zu kreuzen – sei es für Hundekämpfe oder nur, um das Ego ihrer Macho-Besitzer zu stärken. Viele dieser Vierbeiner sind auf Gedeih und Verderb von Geburt an Haltern und deren “Erziehungsmethoden” ausgeliefert gewesen. /ZITAT_ENDE

    Aaaah ja.
    Und wie war doch gleich wieder die Forderung der Demonstranten? Hundeführerschein und Halterkunde.
    Und zwar gleich für alle Hunde, damit nicht demnächst auch noch die von Frau Fischer so „ganz dezent und unterschwellig“ vorgeschlagenen Rassen sinnlos auf irgendwelche Listen beliebiger Angstobjekte landen.

    Apropos: Warum gibt’s eigentlich keinen Journalisten-Führerschein? Warum dürfen Menschen die des Tippens fähig sein, einfach irgendwelche Meinungen als Artikel in Medien setzen und als „Wahrheiten“ verkaufen – ohne jegliches Hintergrundwissen oder wenigstens ein winzig kleines bißchen Bemühen um Recherche und Faktencheck.
    Denn hätte sie das getan, dann hätte die Dame Fischer ja sicher schnell herausgefunden – dass Aggression kein Charaktermerkmal ist , dass man herauszüchten kann.
    Das wäre ja auch eine wirklich entsetzliche Erkenntnis und „Wahrheit“. Denn da Genetik letztlich weder Landes- noch Artengrenzen kennt und somit den immer selben Gesetzmäßigkeiten folgt – wären nicht gerade wenige von uns nichts weiter als Abkömmlinge von äußerst bösartigen menschlichen Wesen. Beispiele für unrühmliche Taten und Gesinnungen unserer Vorfahren seien uns allen hier an dieser Stelle erspart….

    Mit den freundlichsten Grüßen aus einem bisher unbescholtenen Stammbaum

  5. Nadine Heidfeld

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich denke nicht das Frau Fischer die Kompetenz besitzt einen Artikel zu dem Thema zu schreiben. Ich selber besitze seid 5 Jahren SoKas. Und ich kann mir keine besseren Familienmitglieder vorstellen. Wenn Frau Fischer besser recherchiert hätte, wüsste sie das man sie früher auch Nannydogs genannt hat. Vielleicht sollten sie das mal googeln.
    Ich bin wirklich entsetzt wie unsere Jahrelange Arbeit im Kampf gegen die Rasseliste mit nur einem Artikel zu Nichte gemacht wird. Echt traurig. Übrigens verbreitet sich dieser Artikel gerade wie ein Lauffeuer im sozialen Netzwerk. Vielleicht gut für euch. Das ist bestimmt genau das was sie wollten. Allerdings bin ich mir sehr sicher das die Kommentare hier bald überhand nehmen. Mit freundlichen Grüßen

  6. Yvonne

    Und da sind wir ja gerade richtig gekommen , um Frau Fischer dabei zu helfen ihr Sommerloch zu füllen. Soviel unqualifiziertes Gedankengut und dann auch noch niedergeschrieben, Plus, das der nächste der es auch noch Druckt, macht mich Sprachlos!!! Erstmal kennenlernen dann Urteilen!!!
    Es wäre schön wenn die Presse nicht dauernt ihre kleinen Revolverhelden auf alles loslassen würden. Das was Frau Fischer da betreibt ist eher schlecht als recht und das nächste mal bleibt sie besser daheim.Wir brauchen so ignorante und auserhalb des Lebens stehende Menschen nicht. In der Hoffnung das auch Frau Fischer mal zu einer Diskriminierten
    Gruppe gehört und für sie jegliche Hilfe ausbleibt um zu verstehen was sie da geschrieben hat.Leider sterben die Dummen nicht aus.

  7. Chris

    Na da haben wir sie doch wieder, die Rasse Mensch, die bis zum Tellerrand und nicht weiter guckt. Bei dem Thema fällt mir immer gleich Schindlers Liste ein. Wer gibt jemanden das Recht zu behaupten „DIE SIND ALLE BÖSE“. Hat ja schon extreme Parallelen zu Hitlers Zeiten. Hieß es nicht vom Kuk Klux Klan, alle schwarzen sind schlecht ?! Von Hitler, alle Juden sind schlecht. Da fragt man sich natürlich ob Deutschland dieses Rassen-Hass Image niemals los wird. Wenn man politisch nicht mehr in der Lage ist einen Genozid zu verüben, dann müssen halt die Tiere herhalten. Wusste gar nicht das „Dinge“ von Grund auf böse sein können. Armes armes Deutschland

  8. die-mit-dem-kopf-schüttelt

    Da habe ich doch etwas über die hohe Qualifikation von Frau Fischer: Sie erhielt für einen ihrer hochwertig recherchierten Artikel den „Pinocchio-Award“.
    Hier nachzulesen:
    Pinocchio Award für WK-Journalistin Frauke Fischer
    „Der Wall – eine Adresse im Aufwind“

    Auf fast einer halben Seite schreibt die WK-Journalistin Frauke Fischer am 9.5.14 über die, in weiten Teilen durch Leerstände auffällige, Straße am Wall: „Auf der einen Seite exquisite Geschäfte mit ansprechenden Schaufenstern, auf der anderen Seite der Blick ins Grüne – das ist der Wall. Aus Sicht von Immobilienexperten eine „Speziallage“, aus Sicht der Wirtschaftsförderung Bremen und der Wall-Anwohner eine Adresse im Aufwind.“ Doch wer an der Straße am Wall zwischen Herdentorsteinweg und Ostertor zur selben Zeit des Artikels entlang ging, konnte sehen, daß von Aufwind keine Rede sein kann. Am 3.06.14 veröffentlicht Frau Fischer einen Bericht über die Preisvergabe einer Jury an Ex-Radio Bremen-Moderatorin Frauke Wilhelm für ihr „Golden City“-Projekt in der Übersseestaft und verschweigt die Zusammensetzung der Jury, in der neben Radio Bremen-Angehörigen unter anderem Angehörige der Zech-Group sitzen, die selbst als Bauunternehmer in der Überseestadt tätig ist, genauso wie das Jurymitglied Hübotter. Dazu bitte lesen: „RB, Zech, SPD und CDU vergeben Preis an RB-Moderatorenprojekt „Golden City“

    Wenn das nicht alles sagt…..

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