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Feiern ohne tierischen Stress +++ Tipps der Bundestierärztekammer: So überstehen Hund, Katze & Co. Weihnachten und den Jahreswechsel gesund

Weihnachtskugeln004Berlin (BTK) – Für Tiere können Weihnachten und Silvester zu gefährlichen Tagen werden. Das gilt nicht nur für Ente, Gans, Karpfen und Co., die zum Festessen verarbeitet auf dem Tisch landen. Auch Hunde, Katzen oder Stubenvögel sind an den Feiertagen so mancher Gefahr ausgesetzt. Damit der Heilige Abend oder Silvester nicht in der Notaufnahme einer Tierklinik enden, hier einige Tipps der Bundestierärztekammer:

Essensreste sind Tabu! Das Fleisch ist häufig viel zu fett und stark gewürzt; besonders gefährlich sind spitze und leicht splitternde Gänse- und Entenknochen oder Gräten vom Karpfen, die Hunde- und Katzenmägen schwer verletzen können. Frisst der Hund größere Knochenmengen, kann es zu schmerzhaften Verstopfungen und sogenanntem Knochenkot kommen. Darum Essensreste am besten gleich in der Biotonne entsorgen, denn der verlockende Duft von Bratenresten lässt so manchen Hund den Mülleimer plündern.
Auch dunkle Schokolade gehört nicht in den Hundemagen: Je dunkler, das heißt kakaohaltiger die Schokolade ist, desto höher ist der Theobromingehalt. Dieser mit Koffein verwandte Stoff ist – in größerer Menge vertilgt – besonders für kleinere Hunde lebensgefährlich. Achtung beim Raclette-Essen: Die beim Erhitzen der kleinen Teflonpfännchen freigesetzten Dämpfe sind für Vögel (im Gegensatz zu Säugetieren) hochgiftig!

Auf die Deko achten! Katzen spielen gerne mit Weihnachtskugeln, die zu scharfkantigen Scherben zerbrechen können. Hunde stibitzen mit Vorliebe Christbaumschmuck aus Schokolade und verschlingen ihn mitsamt Stanniolpapier und Drahtaufhänger. Darum (besonders junge!) Hunde und Katzen nie allein mit dem Weihnachtsbaum lassen. Das gilt insbesondere, wenn der Baum mit echten Kerzen geschmückt wird. Sehr gefährlich können auch Lametta und Engelshaar sein, denn von der Katze verschluckt, ist die Folge oft ein Darmverschluss.

Auf diese Pflanzen besser verzichten! Der Weihnachtsstern produziert den klebrig-weißen Giftstoff Euphorbin. Bei Hautkontakt kommt es zu Reizungen, beim Verschlucken durch Hunde oder Katzen zur Vergiftung mit Symptomen wie Krämpfen, Durchfall, Lähmungen und Herzrhythmusstörungen. Auch diese „Pflänzchen“ haben es in sich: Die Stechpalme (Ilex) enthält in Blättern und roten Beeren starke und in höherer Konzentration sogar tödliche Giftstoffe, die Christrose und der dekorative Mistelzweig sind in (fast) allen Pflanzenteilen giftig.

Obacht in der Silvesternacht! Besonders Hunde und Katzen stehen unter Dauerstress, versuchen zu fliehen oder wollen keinen Fuß vor die Tür setzen. Hunde darum nicht mehr von der Leine lassen, denn eine plötzlich gezündete Rakete kann das Tier so erschrecken, dass es nur noch um sein Leben und im schlimmsten Fall vor ein Auto rennt. Katzen, die Freigang gewohnt sind, in der Silvesternacht im Haus lassen! Das Risiko, dass das Tier in Panik flieht oder sich verängstigt tagelang verkriecht, ist hoch.
Für alle Tiere gilt: Im ruhigsten Raum unterbringen! Geschlossene Fenster und zugezogene Vorhänge, brennende Lampen und gewohnte Klänge wie Radiomusik oder der laufende Fernseher können den ungewohnten Krach erträglicher machen. Sehr ängstliche Tiere sollten aber in der Silvesternacht nicht alleine bleiben. Der Tierarzt (bitte rechtzeitig konsultieren!) kann hier im Vorfeld mit einem leichten Beruhigungsmittel helfen.

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