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Kreis Borken meldet Fledermaus-Tollwut

Borken/Vreden (aho) – Bei einer Ende der letzten Woche in der Bauerschaft Große Mast in Vreden (Kreis Borken) aufgefundenen Fledermaus wurde das Fledermaus-Tollwut-Virus nachgewiesen. Das teilt die Kreisverwaltung Borken mit. Die Amtsveterinäre des Kreises warnen daher ausdrücklich davor, Fledermäuse ohne dicke Handschuhe anzufassen. Fledermäuse können mit den nadelspitzen Zähnen ihres Insektenfressergebisses empfindlich tief beißen. Eine Übertragung des Virus auf andere Säugetiere und auf Menschen ist so möglich. 

Im vorliegenden Fall war das Tier vom Finder an eine Familie in Ahaus weitergegeben worden, die es zunächst wieder aufpäppeln wollte. Als sich aber sein Zustand verschlechterte, wurde ein Tierarzt zu Rate gezogen. Der informierte den Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Kreisverwaltung, weil Tollwut-Verdacht aufkam. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münster bestätigte den Verdacht.  

In Deutschland endemisch

Die Tollwut ist bei den Fledermäusen in Deutschland endemisch. Das heißt, sie tritt örtlich begrenzt, zeitlich gesehen aber immer wieder auf. Somit ist auch im Münsterland damit zu rechnen, dass es immer wieder Tollwutnachweise bei Fledermäusen geben wird. Der letzte Fledermaus-Tollwut-Fall im Kreis Borken wurde 2015 in Rhede registriert. Vor Jahren gab es ebenfalls einen Fund in Vreden. Damals wurde ein Kleinkind gebissen. 

Tipps für den Umgang mit Fledermäusen

Grundsätzlich geht von Fledermäusen keine erhöhte Gefahr aus, so die Veterinäre vom Landkreis Borken. Sie zählen zu den streng geschützten Tieren. Gesunde Fledermäuse fliegen oder halten sich in ihren Schlafquartieren auf. Liegt eine Fledermaus flugunfähig auf dem Boden, ist davon auszugehen, dass das Tier verletzt oder erkrankt ist. Ausnahme: Im Juni fallen noch flugunfähige Jungtiere manchmal aus ihrem Quartier. Für verletzte und erkrankte Fledermäuse gibt es natürlich auch andere Gründe – Flugunfähigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Tollwut. Typische Symptome für Tollwut können sich bei den eigentlich nachtaktiven Tieren im Attackieren nahegelegener Gegenstände, Orientierungsschwierigkeiten, Schluckbeschwerden, Lähmungserscheinungen usw. zeigen. 

2 Kommentare, Kommentar oder Ping

  1. die-mit-dem-kopf-schüttelt

    Fledermaustollwut ist nichts Neues, aber:

    Es gibt im Kreis Kleve Krankenhausärzte, die sich schlapp lachen, wenn eine Mutter mit ihrem Kind dort aufschlägt, nachdem das Kind von einer Fledermaus gebissen wurde – und verspotten das Kind noch als „Dracula“.

    Erst ein besonnener Oberarzt hat die Mutter dann zuhause telefonisch erreicht und wieder zurück ins Krankenhaus bestellt, damit das Kind geimpft wird.

    Die Ignoranz, Unwissenheit und Arroganz des diensthabenden Arztes ist für mich absolut unfaßbar.

    Deshalb: Sollte jemand gebissen werden, sollte man sich nicht vom Arzt abweisen lassen!

Reply to “Kreis Borken meldet Fledermaus-Tollwut”

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