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Illegale Tiertransporte belasten Landkreis Passau: Landrat fordert Hilfe

[Eine typische Auffinde-Situation von illegal transportierten Tieren: Die Hunde sind in engen Käfigen eingepfercht, meist über Stunden in völliger Dunkelheit, da die Fahrzeuge von außen nicht einsehbar gemacht werden (Foto: Veterinärverwaltung Landratsamt Passau)]
Passau (aho) – Der Großteil der illegalen Tiertransporte von Osteuropa nach Süddeutschland führt über die Autobahn A3. Damit fallen die Aufgriffe der Tiere durch die Polizei in den Zuständigkeitsbereich der Veterinärverwaltung am Landratsamt Passau. „Wir tragen damit bundesweit die finanzielle Hauptlast“, beklagt Landrat Franz Meyer nun in einer Pressemitteilung und fordert gleichzeitig von Umweltministerin Ulrike Scharf sowohl mehr finanzielle Mittel als auch mehr Personal.

Fast täglich werde in den Medien über die Aufgriffe illegaler Tiertransporte an der Autobahn A3, insbesondere im Bereich der Kontrollstelle Pocking/Rottal Ost, berichtet, so der Landrat in seinem Schreiben an die Ministerin. Diese Aufgriffe fielen in die Zuständigkeit der Veterinärverwaltung am Landratsamt Passau. Meyer: „Die Tiertransportkontrollen und die damit einhergehenden tierschutz- und seuchenrechtlichen Maßnahmen binden ganz erhebliche personelle Kapazitäten bei den Amtstierärzten und verursachen einen hohen Sachkostenaufwand.“ Um für die Polizeikräfte und die Amtstierärzte einen praktikablen und zumutbaren Ablauf zu gewährleisten, sei erst kürzlich am landkreiseigenen Bauhof eine Auffangstation errichtet worden, Kostenpunkt allein dafür 4500 Euro. Insgesamt sind nach einer Aufstellung der Veterinärverwaltung bis dato Ausgaben von rund 36.000 Euro aufgelaufen.

Tierarztkosten und Unterbringung

Doch das ist erst eine Zwischenbilanz, denn derzeit befinden sich noch viele Tiere in Quarantäne. Die Kostenaufstellung ist deshalb nicht vollständig, weil insbesondere noch Tierarztkosten und Unterbringungskosten hinzukommen. Der Landrat verweist auf den Umstand, dass die vor allem durch die Grenzkontrollstelle an der A 3 (Pocking/Rastplatz Rottal-Ost) verursachten Personal- und Kostenaufwendungen bei weitem mehr Kosten verursachten, als eine „grenznahe Veterinärverwaltung üblicherweise ohnehin zusätzlich bewältigen muss“. Es sei daher auf Dauer nicht hinnehmbar, dass der Landkreis Passau diese Zusatzaufgabe, die laut Meyer „im Grunde den ganzen Freistaat Bayern betrifft“, vollumfänglich alleine tragen müsse. Der Landrat gegenüber der Ministerin: „Da nicht abzusehen ist, wie lange diese Ausnahmesituation noch andauern wird, fordere ich hier umgehend sowohl personelle Unterstützung als auch finanziellen Ausgleich.“

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