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Papageien: Zehn Gesundheitstips

(aho) Papageien machen sehr viel Freude, wenn man einige Regeln zur Gesunderhaltung beachtet:

1. keine Einzelhaltung – nur Paar- oder Schwarmhaltung: Papageien sind ausgesprochen soziale, empfindsame Lebewesen. Ein vollständiger Ersatz des natürlichen Partnervogels durch den Menschen ist kaum möglich. Bei Einzelhaltung entstehen häufig Verhaltensstörungen.

2. täglich mehrere Stunden Freiflug: Das tägliche Fliegen als natürliche Fortbewegung ist lebenswichtig für die Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und der hohen Körpertemperatur. Wenig aktive Vögel sind anfälliger für Erkrankungen.

3. als Sitzstangen nur frische Naturzweige verwenden: Harte gleichförmige Sitzstangen führen schnell zu Druckstellen und Sohlengeschwüren. Als Alternative bieten sich elastische Naturzweige/-äste an, z.B. von ungespritzten Obstbäumen, Haselnuss, Weide. Keine Pappel – giftig!!! Das Beknabbern der frischen Ringe sorgt zusätzlich für Beschäftigung und Befriedigung des Knabbertriebes.

4. staubfreier Bodenbelag: Als Bodenbelag kann Zellstoff oder Zeitungspapier verwendet werden, welches bei der täglichen Versorgung problemlos ausgewechselt werden kann.

5. ausreichende Luftfeuchtigkeit: Optimal ist eine Luftfeuchtigkeit von 60-80%. Dies kann durch einen Luftbefeuchter oder tägliches Besprühen von Vögeln und Pflanzen erreicht werden. Trockene, staubige und verrauchte Luft begünstigt die Entstehung von Atemwegserkrankungen.

6. vielseitige Ernährung: Neben dem handelsüblichen Körnerfutter sollten täglich Obst, Gemüse, Milchprodukte oder Babybrei angeboten werden. Einseitige Ernährung mit Erdnüssen und Sonnenblumenkernen kann zu Verfettung, Mineralstoff- und Vitaminmangel- Erkrankungen führen.

7. Keine Nüsse in der Schale: An den Innenflächen von Nussschalen haften häufig Sporen von Schimmelpilzen, die beim Knacken durch den Papagei eingeatmet werden.

8. Körnerfutter vor dem Verfüttern durchspülen: Durch das gründliche Durchspülen des Körnerfutters im Sieb vor jeder täglichen Fütterung kann die Gefahr des Einatmens von Staub und Pilzsporen verringert werden.

9. Keine gewürzten Speisen: gewürzte Tischabfälle können Vergiftungen und chronische Nierenerkrankungen zur Folge haben.

10. Natriumarmes ,,stilles“ Mineralwasser als Trinkwasser: Abhängig von der Trinkwasserqualität am Wohnort ist die Bereitstellung von natriumarmem, ,,stillen“ Mineralwasser für die Gesunderhaltung eines Papageien ggf. vorteilhafter.

Quelle: fachpraxis Nr.34, S.48

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