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Gefährliche Keime im Hundemaul

(AHO) Im Juni 1998 wurde ein älterer Herr (67) ins Krankenhaus eingeliefert, der unter Übelkeit, Fieber, Verwirrung, Kopfschmerzen, und Nackensteifheit litt. Per Computertomographie (CT) wurde eine schwerwiegende Entzündung des Mittelohres unter Beteiligung der umliegenden knöchernen Strukturen diagnostiziert. Der Mann litt seit vielen Jahren unter langwierigen „Ohrproblemen“. Dr. Benoit Codey und seine Kollegen von der Universitätsklinik Rennes, Frankreich, berichten in der Fachzeitschrift „The Lancet“ (1999;354,1267-1268), dass in diesem Fall per mikrobiologischer Untersuchung eine Infektion mit Pasteurella multocida diagnostiziert wurde. Das Bakterium wird häufig im Speichel von Hunden und Katzen gefunden und wird häufig per Biss auf Menschen übertragen. Pasteurella multocida konnte auch verschiedentlich aus dem Rachen und den Atemwegen von Tierärzten und solchen Menschen isoliert werden, die häufig Kontakt zu Tieren hatten. Eine Mittelohrentzündung durch Pasteurella multocida wurde bisher in der Fachliteratur nicht beschrieben. Und tatsächlich, der Patient berichtete, dass er einen Hund habe, der ihm häufig das Ohr lecke. Nach antibiotischer Behandlung und einem chirurgischen Eingriff konnte der Patient beschwerdefrei aus der Klinik entlassen werden. Die Autoren betonen, dass insbesondere Menschen mit perforiertem Trommelfell es vermeiden sollten, von Tieren am Ohr geleckt zu werden.

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