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Tierquäler-Skandal: 55 Tiere aus Müll-Haus befreit

Lübeck (aho) – Am vergangenen Donnerstag wurden in Lübeck 30 Hunde, drei Katzen und 20 Vögel aus einem völlig verdreckten und verwahrlosten Haus befreit. Die Tiere vegetierten in viel zu kleinen Zwingern im dunklen, feuchten Keller zwischen Müll, Dreck, Kot und Urin.

Amtstierarzt Dr. Andreas Müller – Buder bezog in der Zeitung „Lübecker Nachrichten“ Stellung: „Ich gehe davon aus, dass diese Menschen nie wieder Tiere halten dürfen. Sie sind offensichtlich nicht in der Lage, sich entsprechend um Hunde, Katzen und Vögel zu kümmern“, so der oberste Veterinär der Hansestadt. Der Fall „Mittelstraße“ sei einer der schlimmsten, die er in seiner Amtszeit erleben musste. Er befürchtet aber, dass es kein Einzelfall ist: „Es kommt immer häufiger vor, dass Tiere unter derart unzumutbaren Bedingungen gehalten werden“, sagt der Tierarzt der Zeitung und spricht von einer „absolut erschreckenden“ Entwicklung. Oftmals hätten soziale Probleme der Halter dramatische Folgen für die tierischen Lieblinge.

Gegen das Ehepaar M., in dessen Haus die Tiere gefunden wurden, ermittelt laut Zeitungsbericht die Polizei wegen schwerer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Als Tierquäler im juristischen Sinne gilt, wer einem Tier „länger anhaltende oder erhebliche Leiden“ zufügt. Je nach Art und Schwere der Quälereien wird das Vergehen als Ordnungswidrigkeit oder Straftat geahndet. Den Tätern drohen Bußgelder bis 25.000 Euro und Freiheitsstrafen.

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