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Dänemark: Totalverbot für 13 Kampfhundrassen; Beobachtungsliste für weitere Rassen

Kopenhagen (aho) – In Dänemark gilt ab Donnerstag den 1. Juli 2010 ein striktes Verbot für Kampfhunde. Betroffen sind die Rassen Pitbullterrier, American Staffordshire Terrier, Tosa, American Bulldog, Boerboel, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Kangal, Zentralasiatischer Owtscharka, Südrussischer Owtscharka, Kaukasischer Owtscharka, Sarplaninac und Tornjak. Die dänische Regierung reagiert nach eigenem Bekunden auf mehrere schwere Zwischenfälle mit Kampfhunden.

Vom Stichtag 1. Juli an sind Zucht und Verkauf dieser 13 Rassen in Dänemark verboten. Hundebesitzer, die vor dem 1. Juli in den Besitz von Kampfhunden gekommen sind, dürfen diese behalten. Allerdings gelten für sie verschärfte Haltungsvorschriften wie Maulkorb und eine kurze Leine, die maximal zwei Meter lang sein. Welpen, die nach dem Stichtag 17. März geboren sind und bis zum 1. Juli nicht verkauft sind, müssen eingeschläfert oder ins Ausland verkauft werden.

Die Regierung will künftig auch eine „Beobachtungsliste“ führen, auf der weitere Kampfhund-Rassen zu finden sind. Auch diese drohen dann vom Verbot erfasst zu werden, falls sich mit ihnen ebenfalls gravierende Probleme ergeben sollten.

16 Kommentare, Kommentar oder Ping

  1. Kathi

    Atmen dürfen die Hunde aber schon noch?

    Echt mal ich kann es einfach nicht mehr lesen,
    wann begreifen die Leute endlich mal das es hier um
    Lebewesen geht und nicht um Handelsware!!!

    Welpen die nicht bis zum 1.Juli verkauft sind müssen eingeschläfert
    werden, nun klappert dat doch wohl echt, das ist MORD.

  2. Diese krasse Maßnahme ist nicht korrekt….
    Rasselisten sind nicht realistisch…..
    Es bringt nichts gegen solche Beschlüsse zu wettern, solange nicht jeder einzelne Hundehalter seiner Verantwortung NICHT nachkommt.

    Gäbe es keine Übergriffe, gäbe es keine Rasselisten und genau solche Verbote gäbe es auch nicht.

  3. KAE

    Man sollte auch die Leute in Dänemark auf Beobachtungslisten setzen und die vor dem 1. Januar 2010 geborenen Babys einschläfern oder ins Ausland verscheuern. Was für ein krankes Land ist das bloß?
    Wie war das nochmal „Der Mensch ist die Krone der Schöpfung“?
    Jeder Löwe hat mehr Respekt vor einer Gazelle, bevor er sie tötet, als diese Leute vor Hunden.

  4. Marv

    Keine schöne Sache; eine Kontrolle der Halter ist sicher sinnvoll, ein Totalverbot für alle die genannten Rassen – naja… eher nicht.

    @KAE
    Wenn ich allerdings so dermaßen hirnlose Kommentare lese, frage ich mich, wie weit es mit der Realitätswahrnehmung einiger Tierfreunde so her ist. Was zur Hölle haben menschliche Babies mit Kampfhundwelpen gemein – die immer wiederkehrenden Angriffe auf andere Babies?? Muss wohl so sein, anders kann ich mir einen so schwachsinnigen Vergleich nämlich nicht erklären.
    Bei aller Tierliebe, aber ES GIBT GRENZEN… erst denken, dann schreiben. So demontiert man die, die sinnvoll argumentieren möchten.

    Eine tierliebende Mutter eines Einjährigen

    P.S.: Eine Lösung wäre, auch den 2. Teil des Satzes zu lesen, der da besagt „… oder ins Ausland verkauft werden“. Sammelt und kauft die Welpen frei, so viele werden es nicht sein.

  5. Christina

    Es ist entsetzlich – und es ist ein solcher Wahnsinn und eine unglaubliche Ungerechtigkeit.
    Auch das Deutsche Hundegesetz ist ungerecht. Die Leute, die vorher sogenannte Kampfhunde als Abschreckung und Einschüchterung mißbraucht haben, halten sich jetzt hier eben Schäferhunde. Ich bin selber schon zweimal von so jemandem bedroht woden und auch ein Border-Collie-Besitzer wollte schon mal seinen Hund auf mich hetzen. Wollen wir die jetzt auch verbieten?
    Man sollte die Menschen verbieten, die Hunde können nichts dafür.
    Mich kotzen meine Artgenossen nur noch an.

  6. sylvia

    Zu überprüfen wäre erstmal das dänische Tierschutzgesetz. Gesunde Tiere einzuschläfern verstößt evtl. gegen dieses. Hoffe die Dänen solidarisieren sich und Klagen…..

  7. Aico

    Das ist echt die Höhe!
    Kla das es gefährliche Hunde gibt, aber das ist nichtnur Rassespezifisch!
    Auf den Besitzer kommt es an!
    Wenn die ihre Hunde zu Kampfmaschinen machen können die Tiere doch nix dafür??
    Es gibt zwar auch welche die einfahc so plötzlich Durchdrehen, aber das liegt dann meistens an der falschen zucht mit Aggressiven oder nervösen Tieren!

    Aber der Mensch ist ja allmächtig!
    Er ist ja auch kein tier.
    Sag zu jemand er sei ein Tier und du wirst bespuckt was für Lügen du verbreitest.

    Wenn Menschen denken das Tiere nicht fühlen, dann fühlen Tiere das menschen nicht denken!

  8. @MARV

    „Was zur Hölle haben menschliche Babies mit Kampfhundwelpen gemein – die immer wiederkehrenden Angriffe auf andere Babies??“

    Kein Hund greift ohne Grund an. Wenn Eltern nicht fähig sind auf Kind und Hund aufzupassen oder Hund und Kind richtig zu erziehen, ist es kein Wunder, dass es andauernd zu Zwischenfällen kommt. Früher wurde Kindern noch beigebracht, dass man Respekt vor einem Hund haben soll, heute ziehen Kinder an Hundeohren, setzen sich auf sie drauf und ziehen am Schwanz, da heißt es dann nur aus Elternmündern „die darf das, der Hund muss das dulden!“ So lernt ein Kind mit Sicherheit nicht, dass ein Hund auch Zähne hat, die er einsetzen kann! Und ja, auch ein Golden Retriever tut dies!!!

    „Sammelt und kauft die Welpen frei, so viele werden es nicht sein.“

    Witzig. Der Import ist nach Deutschland verboten. Vorher informieren, bevor man was schreibt.

  9. Ach, und noch was MARV:

    http://www.animal-health-online.de/klein/2005/05/02/daenemark-hund-toetet-achtjaehriges-maedchen-durch/2053/

    Ein Briard ist kein „Kampfhund“! Und wie du siehst, tötet er trotzdem ein Kind mit EINEM BISS (was ja angeblich nur „Kampfhunde“ schaffen). Diese Liste bringt rein gar nichts!

  10. Shadow

    Sicherlich bringen die Rasselisten nichts und es wäre an der Zeit die Hundehalter aller Rassen stärker in die Pflicht zu nehmen.

    Trotzdem (so traurig das auch ist) ist die Lösung mit dem Einschläfern fast „humaner“ wenn ich mir ansehe wieviele Listenhunde hier ihr Leben fast komplett im Tierheim verbringen dürfen, weil dank der Auflagen niemand sie mehr da rasuholt (und meiner Meinung nach bergen Tiere die so lange im Tierheim waren tatsächlich eine Gefahr in sich da Ihnen wichtige Sozialisation fehlt/verloren gegangen ist)

    Die Bemerkung von KAE ist trotzdem mehr als geschmacklos und fern jeder Realität. Fehlgeleitete Tierliebe hilft auch niemandem.

    Ich habe einen American Staffordshire gehalten und mich sämtlichen staatlichen Schikanen unterworfen, da ich auch dachte es hilft den Hunden. Aber kontrolliert wurden die die mit Ihren Hunden einschüchtern wollten nie-immer nur ich-zartes Frauchen mit Hund. Ist ja auch einfacher für Ordnungshüter….

    Der Hund ist mittlerweile verstorben-und obwohl ich die Rasse liebe würde ich keinen Staffordshire mehr anschaffen und ihm dieses eingeschränkte Leben zumuten

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