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Animal Hoarding, Dreck und Kot überall: 113 Tiere aus Wohnung gerettet

Nürnberg (aho) – Aus einem vermüllten und verdreckten Haus in Nürnberg-Gebersdorf haben Mitarbeiter der örtlichen Tierheims 73 Vögel, vier Landschildkröten, 20 Kaninchen, neun Meerschweinchen, sechs Enten und ein Streifenhörnchen geborgen. Dabei handelt es sich nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten um den neunten Fall von „Animal Hoarding“ in sechs Monaten.

„Es war alles voller Dreck, Müll und Kleidungsstücken“, sagte Tierheimleiter Denny Baruch der Zeitung. Im Schlafzimmer der Anfang 50-Jährigen hingen Spinnweben von der Decke, auf dem Fußboden sammelten sich Vogelsand und Futterreste, überall standen verschmutzte Käfige herum, in denen viel zu viele Vögel — vom Kanarienvogel über Wellensittich, Zebrafink bis zu Diamanttäubchen — ihr Dasein fristeten. „In der Küche lag ein alter Schäferhund, neben ihm saß ein Truthahn“, erzählte er im Interview. Im angrenzenden Gebäude waren Kaninchen, Meerschweinchen, Hühner, Enten und über 50 Tauben in der Dunkelheit in Käfigen eingepfercht.
Unzählige Tiere waren krank, hatten eitrige Wunden und so lange Krallen, dass sie kaum mehr laufen konnten. Zehn Tiere mussten eingeschläfert werden.

Die 50 Tauben, zehn Kaninchen, 20 Hühner, die beiden Truthähne und zwei Hunde mussten aus Platzgründen zurückgelassen werden. Sie sollen aber schnellstmöglich abtransportiert werden.

„Die Halterin hat uns angefleht, dass wir ihr die Tiere lassen sollen — eine typische Reaktion“, berichtete Baruch im Gespräch mit dem Blatt. Überforderte Tierbesitzer reagieren immer „absolut uneinsichtig und können nicht begreifen, dass man ihnen die Tiere, die sie ja so lieben und denen es so gut geht, abnimmt“, so der Tierheimleiter weiter. „Das ist ja das Fatale, sie erkennen ihre Krankheit nicht.“ Und so leben sie in menschenunwürdigen Verhältnissen und meinen, immer mehr Tiere retten zu müssen. In späteren Stadien kommt es zur völligen Verwahrlosung des Tierbestandes. Das Phänomen „Animal hoarding“ (Tierhortung) ist in Amerika bereits als Krankheit anerkannt. Mediziner sprechen von einer psychischen Störung der Sammler. Dabei handelt es sich meist um alleinstehende Frauen im Alter von 35 bis 60 Jahren, so die Nürnberger Nachrichten.

1 Kommentar, Kommentar oder Ping

  1. Moragh

    „Aus Platzgründen zurück gelassen werden…“ – aber die TH ist raus und OA wie auch Tierheim auch.

    AHA! Und so leben sie weiterhin in „menschenunwürdigen Verhältnissen“ – wo sie aus Platzgründen hinterlassen wurden, ja KLASSE.

    Öhm? Ich habe wohl den Schuss verpasst.Oder die?

Reply to “Animal Hoarding, Dreck und Kot überall: 113 Tiere aus Wohnung gerettet”

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