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Libanonimport: Pferd positiv auf Rotz getestet

[Rotz: strangartig verdickte Lymphgefäße] Bättwil (aho) – Ein Pferd im Reitsportzentrum St. Jakob in Bättwil im Schweizer Kanton Solothurn wurde positiv auf das Bakterium Burkholderia mallei getestet. Das Tier war kürzlich aus dem Libanon importiert worden. Der Hof steht unter Quarantäne.

Der Erreger löst das Krankheitsbild „Rotz“ aus. Auch Menschen und andere Säugetiere können sich mit dem Erreger infizieren. Krankheitstypisch sind spezifische, eitrig-einschmelzende Prozesse in den oberen Atemwegen, der Lunge sowie der Haut. Der strangartigen Verdickung erkrankter Lymphgefäße verdankt der Hautrotz seine historische Bezeichnung „Wurm“.
Der Verlauf von Rotz variiert zwischen akut und chronisch.

Pferde können latent infiziert sein und sind so ein natürliches Erregerreservoir. Der Erreger wird durch den direkten oder indirekten Kontakt mit infektiösen Körperausscheidungen, häufige Eintrittspforten des Erregers sind die Schleimhäute des Kopfes sowie die äußere Haut.

Rotz ist eine Zoonose und verläuft beim Menschen unbehandelt oft tödlich. Eine antibiotische Therapie gestaltet sich langwierig und schwierig. Wirksame Impfungen existieren nicht. Arbeiten mit dem Erreger sind auf Labore der Sicherheitsstufe 3 begrenzt. Wegen seiner Humanpathogenität und potentiell hohen Kontagiosität ist Burkholderia mallei als biologischer Kampfstoff der Klasse B eingeordnet.

Foto: Burkholderia mallei Kolonien auf Schafblutagar

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