Außer Kontrolle: Aggressiver Sarplaninac mit Narkosepfeil betäubt
Hannover (aho) – In Hannover (Misburg-Nord) musste ein aggressiver Illyrischer Schäferhund (Sarplaninac) durch einen Narkosepfeil betäubt und danach eingefangen werden. Der Hund wurde mit dem Tierrettungswagen der Feuerwehr in die Tierärztliche Hochschule transportiert.
Der Hunde hatte sich schon seit einigen Tagen gegenüber seinem 40-jährigen Besitzer besonders eigenwillig und geriet am Donnerstagabend völlig außer Kontrolle. Das erregte Tier bedrohte den Mann auf einer öffentlichen Straße so sehr, dass sich dieser in sein Auto flüchten und die Polizei um Hilfe bat. Auch zwei Polizisten mussten sich zunächst in einem Wohnhaus in Sicherheit bringen. Erst zwei mit speziellen Beißschutzanzügen ausgerüstete Einsatzkräfte der Tierrettung der Feuerwehr konnten den 5-jährigen Sarplaninac (Hunderasse aus Serbien und Mazedonien) auf dem Grundstück des Hundebesitzers in die Enge treiben und dort einen Narkosepfeil aus einem Blasrohr platzieren. Anschließend gelang es, dem betäubten Herdenschutzhund eine Schlinge anzulegen und ihn in einem Transportkäfig sicher in die Tierärtzliche Hochschule zu bringen.
Im Einsatz waren vier Einsatzkräfte der Feuerwehr mit dem Gerätewagen Tierrettung sowie vier Polizisten.
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aho_Grosstiere

8 Kommentare, Kommentar oder Ping
BlackCloud
Deswegen gehört ein Herdenschutzhund auch nicht in jedermanns Hand … das sind nunmal eigenwillige Hunde, die sich nicht auf der Nase herumtanzen lassen.
09.12.11
HSHFreundin
Ich habe selbst Herdenschutzhunde und kann Blackcloud nur zustimmen. Herdis sind eigenwillige Zeitgenossen die sehr empfindlich auf “nicht partnerschaftliches” Verhalten reagieren. Den Respekt eines HSH muß man sich verdienen. Kadavergehorsam ist diesen Tieren fremd. Ich hoffe für den Hund, daß er eine Chance bekommt und man den Hergang genau rekonstruiert. HSH sind tolle Gefährten. Die ticken nicht ohne Grund aus.
09.12.11
Eleonore
In der Meldung wird vergessen, dass man den armen Kerl beinahe getötet hat. Man hat ihnmit drei Narkosepfeilenund nicht mit einem betäubt,nachdem sein Halter nicht Herr derSituation gewesenist.Der Hund wurde mit einem Puls von 40 und einer Temperatur von 40,5° in die TIHO Hannover eingeliefert. Er hatte die Fremden, die als Michelinmännchen im Dunklen in sein Territorium eindrangen, lediglich angeknurrt und sie des Grundstückes verwiesen, wie es ich für einen Sarplaninac gehört. Habe den Hund heute aus der TIHO abgeholt und ihn als völlig normal für diese Rasse empfunden. Da ist wohl Nachholbedarf bei Feuerwehr und Polizei über Verhalten, das erhöhte Narkoserisiko und das Betreten von Grundstücken auf denen sich Herdenschutzhunde befinden. Empfehle diesen Behörden unsere Seminare, angeboten auf unserer Webseite.
09.12.11
Githa
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21.12.11
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22.12.11
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23.12.11
Sarplaninac
Wir haben diese Rasse schon über 20 Jahre,…..so ein Verhalten ist uns fremd. Der Mensch ist der, der aus dem Tier das macht.
In der Zeitung macht es sich aber immer ganz gut, wenn der Hund daran Schuld ist.
Die Hintergründe werden nicht genannt, warum sich das Tier so verhalten hat. Was hat der Besitzer ihm getan??
Ein Sarplaninac beschützt seine Familie und alles was dazu gehört, er würde nie seiner Familie ohne Grund etwas antun.
Es ist gut zu hören, dass er sich jetzt in erfahrenen Händen befindet
30.12.11
Luise Daser
Da hat die Presse wieder etwas zusammengerührt, dass es den Leuten gruselt! Wie erfolgreich! Jedem graut vor dem bösen Hund. Niemand interessiert sich dafür, warum der Hund so gehandelt hat. Ich kenne sie, die Typen, die auf den Hundeplätzen strahlen, wenn ihr drei Monate alter Schäferhund jemand anknurrt! Braaav, schreien sie dann und üben – üben! Als Züchter kenne ich die Aussagen: “Ich habe gehört, die beissen gut! Stimmt das auch?” Große Enttäuschung, wenn man diesen Zahn zieht! – Was hat das arme Hündchen alles erlebt, bis es so wurde. Stammt es aus menschenbezogener Aufzucht? Wurde es überall mitgenommen? Hat man ihm gezeigt, dass Menschen harmlos sind? Und nun das Wunderbare. In akuten Negativsituationen ist ein Hirtenhund mit allem zur Verfügung stehenden Kräften da und niemand Fremder kann sagen “Platz!” um ihn zu verwirren. Der Fremde würde selbst schnell Platz machen. – Wer hat dem Hirtenhund das gelernt? Er kann es einfach, weil er ein sehr sensibles Verständnis für unwägbare Situationen hat, weil er klug ist und selbst denken kann, weil er keinen “Schutzdienst” braucht- aber Gehorsam, seinem verständnisvollen Herrn gegenüber, der nichts verlangt als Freundschaft, Schutz und absolute Zuverlässigkeit. Dazu braucht es keine Strafen und kein Gebrüll, es reichen Verständnis für den “Bruder Hund” und Zuneigung.
30.12.11
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