animal-health-online®
Redaktion Kleintiere & Pferde
  

powered by ...

Rottweilerattacke: Experte hatte Hund als nicht aggressiv eingestuft

MĂŒnchen (aho) – Die Beißattacke eines Rottweiler auf ein dreijĂ€hriges Kind in MĂŒnchen hat erneut Zweifel am Wert von Begutachtungen von Hunden durch „Experten“ aufkommen lassen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 7. August im MĂŒnchner Stadtteil Blumenau. Wie dem Polizeibericht zu entnehmen ist, konnte sich der Hund von einem GelĂ€nder losreißen, an dem ihn seine 47-jĂ€hrige Halterin angebunden hatte. Der Rottweiler lief zu einer Gruppe spielender Kinder und verbiss sich im Bein des Jungen. Nur durch den Einsatz eines Tierabwehrsprays und mit StockschlĂ€gen gelang es einem 49-jĂ€hrigen MĂŒnchner, den Hund von dem Kind zu trennen. Das Opfer wurde in ein MĂŒnchner Krankenhaus gebracht.

Noch im Januar hatte ein vom Kreisverwaltungsreferat MĂŒnchen bestellter Gutachter dem damals sieben Monate alten Rottweiler ein so genanntes „Negativ-Zeugnis“ ausgestellt und ihn damit als nicht aggressiv eingestuft. Damit galt das Tier rein rechtlich als „normaler Hund“ wie ein Pekinese.

Deutsche Gerichte sehen derartige Begutachtungen kritisch. So fĂŒhrte der Verfassungsgerichtshof Rheinland Pfalz aus, dass der Versuch die potentielle GefĂ€hrlichkeit eines Hundes zu beurteilen, nach fachwissenschaftlicher EinschĂ€tzung Ă€ußerst schwierig bis unmöglich sei. Auch sei eine WesensprĂŒfung stets nur eine Momentaufnahme, so dass das PrĂŒfungsergebnis immer mit einem Restrisiko behaftet bleibe. Dies belegten nicht zuletzt verschiedene Presseveröffentlichungen ĂŒber Beißattacken solcher Hunde, die zuvor eine WesensprĂŒfung bestanden hĂ€tten. Die Entscheidung des Verordnungsgebers, sich auf Wesenstests nicht zu verlassen, sei deshalb rechtlich hinzunehmen.

2 Kommentare, Kommentar oder Ping

  1. S. Knörr

    In Bayern ist ein Hund bis zum 18. Monat ein Junghund und das bayr. Innenministerium geht davon aus, das junge Hunde ungefÀhrlich sind, deshalb muss der Hund bis dahin spÀtestens begutachtet sein.

    1.Der Gutachter stellt aber kein Negativzeugnis aus, das macht die KVR in MĂŒnchen.

    2.FĂŒr junge Hunde muss/kann ein vorlĂ€ufiges Negativzeugnis beantragt werden und muss vom Amt ausgestellt werden.

    3. Somit war die Haltung des Hundes absolut legitim.

    Die falschen Infos ziehen sich durch den Artikel, denn auch das OVG eines anderen Bundeslandes hat absolut nichts mit hier geltendem Recht zu schaffen..

    Ende der Woche lĂ€uft das bayr. „Kampfhundegesetz“ aus und der Dummfug, der z.Z. fast tĂ€glich in den Medien zu lesen ist, ist nichts Neues.

    Genau wie vor 20 Jahren, wie vor 10 Jahren, als es damals auslief, wird z.Z. jeder Furz eines Hundes in die Medien gebracht.
    hier immo in Bayern, das Völkchen soll beruhigt werden mit fadenscheinigen Neuerungen und Änderungen – einfach von nichts einen Plan.
    Das bayr. Innenministerium kann noch nicht einmal exakt die Zahlen nennen, wie viele Bullterrier in Bayern leben (oder auch Hunde anderer gelisteter Rassen!
    Das der Gesetzgeber fĂŒr ALLE! BundeslĂ€nder eine Beobachtungspflicht vorgeschrieben hat wird dabei vom Innenministerium ebenfalls negiert.

    ZusÀtzlich gibt es unzÀhlige Studien die belegen das unnsinnige LÀnderverordnungen zu Aggressionen unter Hunden, absolut nicht zutreffen, bzw. dies nicht an der Rasse eines Hundes festgemacht werden kann.

Reply to “Rottweilerattacke: Experte hatte Hund als nicht aggressiv eingestuft”

Suche



DatenschutzerklÀrung





aho_Grosstiere

aho_Kleintiere & Pferde

Lebensmittel Markt Ernährung