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Nährstoffmangel: Schlechte Noten für Bio-Hundefutter

Frankfurt (aho) – Die Hersteller von Bio-Hundefutter haben ein Problem mit der richtigen Dosierung von Vitaminen, Calcium, Phosphor und anderen Nährstoffen. Das berichtet jetzt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST in der aktuellen Januar-Ausgabe. Getestet wurden 15 Bio-Hundenassfutter, darunter auch zwei vegetarische und drei vegane. ÖKO-TEST wollte wissen, ob sich die Mehrausgaben für das Nassfutter aus Bio-Produktion rentieren.

Das Laborergebnis ist jedoch enttäuschend. Zehn Produkte sind „ausreichend“ oder schlechter. Alle im Test sind als Alleinfutter ausgelobt, die meisten erfüllen aber nicht die Kriterien dafür: So konnte das Labor in elf Marken kein Vitamin D und in drei kein Vitamin B1 nachweisen. Vitamin-B1-Mangel führt zu Fressunlust und Krämpfen. Vitamin D fördert die Calciumabsorption im Darm sowie den Einbau von Calcium in das Skelett. Bei vier Marken ist zu wenig Vitamin A enthalten, was langfristig zu einem verminderten Sehvermögen und zu Haut- und Schleimhautproblemen führen kann. Auch scheint die optimale Calcium- und Phosphorversorgung den Futtermittelherstellern Probleme zu bereiten. Das kann langfristig gesehen einen Calciumabbau aus den Knochen zur Folge haben.

Sechs Bio-Hundefutter wurden mit „ungenügend“ bewertet und eines mit „mangelhaft“. Nur ein Produkt erreichte die Note „sehr gut“: Dog’s Love Bio Rind aus Österreich. Mit „gut“ schnitten die Produkte „Dein Bestes Bio – reich an Huhn mit Buchweizen“ sowie „Vegdog Vegan Adult No 1 Soja-Topf mit Kartoffeln“, ein veganes Hundefutter, ab. Schlechter bewertet wurden unter anderem „Cenpura Rind & Kurbis“ und „Rinti Bio – Paté mit Geflügelherzen“ bewertet, da nach dem Bericht der Tester zu wenig Vitamin D enthalten war.

Wer seinen Hund mit Bio-Futter versorgt, muss mit Kosten von fünf Euro pro Tag rechnen. Im Gegensatz zu konventionellen Produkten steckt dann aber etwa keine Gentechnik im Futter, das Fleisch stammt nicht aus Massentierhaltung und beim Transport dürfen die Tiere nicht mit Stromstößen angetrieben werden. Ansonsten kommen häufig die gleichen Zutaten zum Einsatz wie in konventionellem Futter, aber eben in Bio-Qualität.

ÖKO- TEST rät daher Hundehaltern, sich nicht über lange Zeit auf ein Futter zu verlassen, sondern immer wieder die Marke zu wechseln.

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