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Alkohol und Brustkrebs

London (ugo) – Alkohol fördert Brustkrebs, die Erhöhung ist jedoch meist geringfügig und müsste vor allem bei Frauen nach der Menopause gegen ein verringertes Infarktrisiko „aufgerechnet“ werden.

Epidemiologen von der Yale Universität in Connecticut berichten im British Journal of Cancer (Zheng et al, 2003/Vol88/S.58-62), dass das Alkoholkonsum-bedingte Brustkrebsrisiko nicht bei allen Frauen gleichermaßen ansteigt, sondern durch genetisch bedingte Varianten (Polymorphismen) des Entgiftungsenzyms Glutathion-S-Transferase (GST) modifiziert wird.

Weit verbreitete Mutationen führen entweder dazu, dass ein bestimmtes GST-Gen fehlt oder dass ein inaktives Enzym gebildet wird. Während das relative Brustkrebsrisiko durch Alkoholkonsum bei „normalen“ GST-Varianten auf etwa 2,5 ansteigt, steigt es beim Fehlen eines Gens auf knapp 7. Sind die Frauen zusätzlich Trägerinnen eines Gens, das inaktive Enzyme produziert, so steigt ihr relatives Risiko auf über 8.

Kommentar:

Die in der Studie dargebotenen Zahlen sind verwirrend und nicht leicht mit den Angaben in der Zusammenfassung abzugleichen. Zudem ist die Fallzahl gering, so dass die Daten auf jeden Fall in weiteren Studien bestätigt werden müssen, bevor man sie zur Grundlage von Empfehlungen macht.

Auffällig ist auch, dass das 7fach erhöhte Risiko nur auf Frauen nach der Menopause zutrifft, denen das GSTTI-Gen fehlt und die mindestens schon 500 Liter Wein in ihrem Leben getrunken haben. Alle anderen Berechnungen hatten keine signifikanten Ergebnisse erbracht.

Autorin: Ulrike Gonder

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