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Transparente Lebensmittel: TiHo an Projekt für mehr Verbrauchersicherheit beteiligt

Hannover (lme) – Bis Lebensmittel tierischen Ursprungs auf dem Teller des Konsumenten liegen, ist es ein langer Weg: Während der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb sind zahlreiche Bearbeitungsschritte erforderlich. Leicht kann die Qualität oder die Hygiene der Lebensmittel leiden. Damit die Verbraucher sich auf die Sicherheit der Lebensmittel verlassen können, müssen die verschiedenen Be- und Verarbeitungsschritte ständig kontrolliert werden. Das Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) beteiligt sich an einem Projekt, das sich dieser Aufgabe widmet.

Im Zusammenschluss mit 30 namhaften Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Institutionen werden die TiHo-Forscher ein System für eine lückenlose Kontrolle entlang der Lebensmittelkette entwickeln. Am Beispiel von Fleisch und Fleischwaren werden die beteiligten Entwicklungspartner ein computergestütztes System entwickeln, das die Zusammenführung, den internen Austausch, die Verwertung von Daten über Lebensmittel und ihren Weg zum Konsumenten ermöglicht. In vielen Unternehmen, die Lebensmittel produzieren und verarbeiten, sind bereits Qualitätssicherungssysteme im Einsatz, doch sie erlauben bis heute aufgrund mangelnder Vernetzung keine schnelle, übergreifende und lückenlose Rückverfolgbarkeit. Zu dem neuen System und den gesammelten Informationen sollen auch die Verbraucher Zugang zu erhalten, z. B. über Web-Portale. Es handelt sich bei den Informationen unter anderem um Daten zu Herkunft, Futtermittel, Transport, Tiergesundheit, Qualitätssicherung und zu Hygiene- und Qualitätsstandards. Das System soll zum Jahresende in einem ersten Pilottest seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Das gesamte Projekt trägt den Namen IT-FoodTrace und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Günter Klein, Leiter des Instituts für Lebensmittelqualität und -sicherheit der TiHo, wird im Rahmen eines Teilprojekts mit dem Namen „Hygiene und Lebensmittelsicherheit“ an der Entwicklung eines stufenübergreifenden Qualitätssicherungskonzepts arbeiten. Sie werden das Konzept exemplarisch für einen der wichtigsten Zoonoseerreger in der Geflügelfleischproduktion, Campylobacter spp., und stichprobenartig für einen ausgewählten abiotischen Faktor, die antibiotisch wirksamen Tetracycline, erarbeiten. Das Teilprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 190.000 Euro gefördert.

Der Schwerpunkt dieses Konzepts wird auf der Vermeidung und Reduzierung von Risiken sowie auf der praktischen Anwendbarkeit liegen. Die Erfassung der mikrobiologischen Daten zu Campylobacter geschieht während der verschiedenen Be- und Verarbeitungsstufen: im Bestand, nach dem Transport zum Schlachthof, an ausgewählten Schlachtbearbeitungs- u. Zerlegestufen und an für eine Campylobacter-Verunreinigung kritischen Punkten. Die Daten für Tetracycline werden stichprobenartig erfasst. Anhand der Daten sollen Hygieneschwachstellen in der Primärproduktion, im Schlachthof und in der Verarbeitung identifiziert, reduziert und somit die Anforderungen des Wettbewerbs wie auch des neuen EU-Rechts erfüllt werden.

Das Projekt IT-FoodTrace wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es soll unkompliziert die lückenlose Rückverfolgung von Lebensmitteln ermöglichen. Das Vertrauen der Verbraucher in unsere Lebensmittel soll mit dem neuen System wieder gestärkt und weitere „Lebensmittelskandale“, vermieden werden. Nicht weniger von Bedeutung für das Projekt sind eine Reihe neuer EU-Gesetze und Verordnungen, die IT-gestützte Datendokumentationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Lebensmitteln verlangen. Hinter diesem Ansatz der Rückverfolgbarkeit steht primär das Ziel, nachhaltig zur Lebensmittelsicherheit beizutragen und damit auch das Vertrauen der Verbraucher wieder herzustellen.

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