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Verbraucherwarnung: Wirkstoff Amitraz in türkischen Birnen nachgewiesen

Foto HemeraStuttgart (lme) – „Erneut wurde das in der EU nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel Amitraz in Birnen aus der Türkei entdeckt. Im Rahmen der risikoorientierten Lebensmittelüberwachung wurden nach Auffälligkeiten im Vorjahr erneut Birnen aus neun verschiedenen Herkunftsländern untersucht, dabei waren alle Proben aus der Türkei mit Rückständen deutlich über dem Grenzwert belastet. Die Birnen wurden unverzüglich aus dem Handel genommen und mehrere Tonnen vernichtet. Für den Großmarkt in Stuttgart wurde von der zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde ein Handelsverbot für türkische Birnen erlassen“, sagte der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (1. Oktober) in Stuttgart.

Der Wirkstoff Amitraz wirkt als Insektizid (gegen Insekten) und Akarizid (gegen Spinnentiere) und ist in Deutschland seit einigen Jahren, in der EU seit Anfang 2008, nicht mehr zugelassen. „Der aktuelle Fall mit seinen extremen Höchstmengenüberschreitungen muss Konsequenzen haben. Nachdem Eigenkontrollen in diesem Fall offensichtlich nicht wirken, brauchen wir EU-weite Einfuhrbeschränkungen für Birnen aus der Türkei. Wir haben die Bundesregierung bereits gebeten sich dafür einzusetzen. Dort wo eine Gefährdung für die Gesundheit nicht ausgeschlossen werden kann, und dies ist hier der Fall, müssen wir handeln“, betonte Minister Hauk. Die festgestellten Gehalte wiesen mehrfach stark überhöhte Ausschöpfungen der akuten Referenzdosis ( ARfD) bezogen auf Kleinkinder auf, so dass eine mögliche gesundheitliche Beeinträchtigung bei hohem Konsum nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.

Durch schnelle Untersuchungen auf Rückstände an Amitraz konnten mindestens 3,8 Tonnen belastete Ware aus dem Verkehr genommen und verhindert werden, dass weiter betroffene Ware zum Verbraucher gelangt. Von den Behörden wurden die Lieferwege ermittelt, noch vorhandene Ware gesperrt, Auflagen erteilt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die Befunde und Maßnahmen werden auch an das europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel ( RASFF ) gemeldet.

Bisher wurden im Jahr 2008 insgesamt 65 Proben Birnen aus neun verschiedenen Herkunftsländern untersucht. Sämtliche 17 Proben türkischer Herkunft wiesen mit Amitrazgehalten von 0,49 bis 2,9 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) Birnen deutliche Überschreitungen der in der Rückstandshöchstmengenverordnung festgelegten Höchstmenge von 0,05 mg/kg Birnen auf. Damit verbunden war in allen Fällen eine deutliche Ausschöpfung des ARfD-Wertes von bis zu 2.647 Prozent.

Zusatzinformation im Internet.

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