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Überlebenskampf: Britische Biobauern wollen konventionell füttern

London (aho/lme) – Um dem gestiegenen Kostendruck bei Bio-Futtermitteln, den dramatisch schwindenden Absatzzahlen bei Bio-Lebensmitteln und der steigenden Anzahl von Bio-Bauern auszuweichen, wollen britische Bio-Bauern preiswertere konventionelle Futtermittel an Bio-Tiere füttern. In einem Brief an das britische Agrarministerium “DEFRA” hat die Bio-Erzeugergemeinschaft “Soil Association” gefordert, den Bio-Bauern eine “Auszeit” zu gewähren, in denen sie preiswert konventionell füttern könnten. Die Produkte müssten dann konventionell vermarktet werden. Eine Rückkehr in den Bio-Markt wäre nach einer erneuten Umstellungsphase von wenigstens sechs Monaten möglich.

Der Vorstoß der Soil Association wird von fast allen britischen Bio-Vereinigungen (“Organic Food Federation”, “Organic Farmers and Growers”, “Scottish Organic Producers Association) unterstützt.
Kritische Stimmen wie das „Organic Research Centre“ hingegen warnen, dass derartige „Bio-Ferien“ die Verbraucher weiter verunsichern und weitere Umsatzeinbrüche provozieren würden.

Aus dem britischen Agrarministerium verlautete, dass man zunächst prüfen müsse, ob ein derartiges Vorgehen mit den EU-Bio-Richtlinien zu vereinbaren sei.

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